Der Protest gegen Stuttgart 21 hält an: Mit Trillerpfeifen und Transparenten haben auch am Montag mehrere hundert Gegner des umstrittenen Bahnprojekts gegen den Teilabriss des Hauptbahnhofs demonstriert. Sie wehren sich gegen die Arbeiten am Nordflügel des Gebäudes, die am Freitag vorbereitet worden waren.
Die Polizei sprach von rund 300 Teilnehmern, die „Bahnhofsschützer“ selbst von rund 500. Für den Abend war eine weitere Kundgebung am Bauzaun mit Grünen-Parteichef Cem Özdemir geplant.
Bereits am Wochenende waren einige tausend Abrissgegner auf die Straße gegangen und hatten den Stopp des 4,1 Milliarden Euro teuren Vorhabens gefordert; bei Stuttgart 21 wird der Hauptbahnhof in eine unterirdische Durchgangsstation umgewandelt und über den Flughafen mit der Schnellbahnstrecke nach Ulm verbunden. Die Demonstranten kritisieren die hohen Kosten und bezweifeln den Nutzen des Umbaus; sie plädieren für eine Modernisierung des Kopfbahnhofs.
Zunächst soll von Montag an mit den Arbeiten im Nordflügel begonnen werden, sagte der Stuttgart-21-Sprecher Wolfgang Drexler. Erst danach werde bis voraussichtlich Ende Oktober die Außenmauer abgetragen. (dpa)