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Daten und Fakten: Der zerfurchte Erdtrabant

Der Mond ist deutlich kleiner als die Erde, durch seine Anziehung heben und senken sich auch die Kontinente. Daten und Fakten rund um den Mond.


Foto: FR/Galanty

Hamburg. Der Mond ist deutlich kleiner als die Erde, durch seine Anziehung heben und senken sich auch die Kontinente. Daten und Fakten rund um den Mond:

Der Mond ist 50 Mal kleiner als die Erde, hat nur 1/81 ihrer Masse und ein Sechstel ihrer Schwerkraft. Ein 80 Kilogramm schwerer Astronaut wiegt auf dem Erdtrabanten nur rund 13 Kilogramm.

Der Mond umkreist die Erde in etwa 384000 Kilometern Entfernung, ein Funkspruch über diese Entfernung ist rund 1,3 Sekunden unterwegs.

Der Mann im Mond ist in anderen Kulturen als Kaninchen, Frau mit Spinnrad oder Kinderpaar mit Wassereimern bekannt - je nach geografischer Breite auf der Erde erscheint die Mondscheibe gegen die uns vertraute Ansicht gedreht.

Gezeiten gibt es durch den Mond nicht nur auf den Ozeanen, sondern auch an Land. Die auf der flüssigen Magma schwimmenden Kontinente heben und senken sich durch die Schwerkraft des Mondes täglich zweimal um etwa 30 Zentimeter. Ergänzt durch die Schwerkraft der Sonne beträgt dieser Tidenhub sogar bis zu einen halben Meter.

Der vom Mond erzeugte Flutberg der Weltmeere bremst die Erdrotation. In einer Million Jahren wird der Tag dadurch um 16 Sekunden länger. So dauerte ein Tag vor 400 Millionen Jahren nur 22 Stunden, das Jahr hatte 400 Tage.

Die Abbremsung der Erdrotation treibt den Mond von der Erde weg. Weil er Drehimpuls von der Erde übernimmt, entfernt sich der Mond jedes Jahr um rund vier Zentimeter von uns. In einer Million Jahren wird er dadurch 40 Kilometer weiter von der Erde entfernt sein.

Durch einen kosmischen Zufall erscheinen die Mondscheibe und die Sonnenscheibe am irdischen Himmel mit jeweils einem halben Grad gerade genau gleich groß - obwohl der tatsächliche Sonnendurchmesser 400 Mal größer ist. Dadurch kann der Mond die Sonnenscheibe bei einer Sonnenfinsternis gerade genau verdecken.

Als Neil Armstrong und Edwin Aldrin mit der Landefähre "Eagle" (Adler) auf dem Mond aufsetzten hatte das Landetriebwerk nach NASA-Angaben nur noch für 30 Sekunden Treibstoff.

Der "Eagle"-Bordcomputer wog nach NASA-Angaben rund 30 Kilogramm und hatte grob die Speicherkapazität des legendären Heimcomputers Commodore 64 (C64) aus den frühen 1980er Jahren. Mit einer effektiven Taktfrequenz von rund 45 Kilohertz (kHz; zwei Zyklen pro Operation) war er ungefähr 100000 Mal langsamer als heutige PCs (etwa 4 Gigahertz, GHz).

Die ersten Worte auf dem Mond waren nicht "The Eagle has landed" ("Der "Eagle" ist gelandet"), sondern die technische Ansage "ACA out of detent" (etwa: Steuerknüppel entriegelt), wie die Gesprächsaufzeichnung der NASA aus der Landefähre belegt. (dpa)

Datum:  10 | 7 | 2009
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