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Sternenstaub für jedermann: Was kostet ein Stück vom Mond

Der private Handel mit Mondgestein ist streng verboten. Und doch gibt es ihn. Immer wieder tauchen zum Ärger von FBI und Nasa originale Mondkrümel auf, die im Internet angeboten werden. Jetzt gab es ein legales Angebot. Von Irene Meichsner

Hier ein Eisenkristall aus dem Mondgestein unter dem Mikroskop.
Hier ein Eisenkristall aus dem Mondgestein unter dem Mikroskop.
Foto: nasa/afp

Der private Handel mit Mondgestein ist streng verboten. Und doch gibt es ihn. Schließlich haben die Apollo-Astronauten genug davon zur Erde verfrachtet: etwa 382 Kilo Staub und Steine haben sie auf dem Mond eingesammelt, davon rund 22 Kilo während der Apollo-11-Mission.

Nur ein kleiner Teil der Ausbeute wurde zu Forschungszwecken benutzt, an Museen vergeben oder - in Acryl eingegossen - Regierungschefs aus aller Welt als Geschenk überreicht. Rund 80 Prozent blieben unbearbeitet. Es ist eine Art nationales Heiligtum. In dieser Hinsicht verstehen die Nasa und das FBI gar keinen Spaß.

Wer es sich erlaubt, "Mondgestein" etwa über das Internet anzubieten, und sei es nur zum Scherz, handelt sich größeren Ärger ein. Trotzdem tauchten hin und wieder nicht nur Fälschungen, sondern auch Original-Krümel vom Mond auf dem Schwarzmarkt auf.

Vor kurzem gab es Mondstaub im Internet zu kaufen - ausnahmsweise ganz legal. Er stammte von einer Filmkassette, die Neil Armstrong versehentlich auf dem Mond fallen ließ. Als Terry Slezak, ein Fototechniker der Nasa, am Tag nach der Landung diese Kassette öffnete, sah er schwarzen Staub an seinen Fingern kleben.

Die Reise zum Mond

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Damit war er der erste Mensch, der Mondstaub mit bloßen Händen berührte. Prompt fand auch er sich in Quarantäne wieder. Und sicherte sich den vermeintlich gefährlichen Staub als Souvenir: auf einem etwa zweieinhalb Zentimeter langen Streifen Klebeband, mit dem die Kassette gesäubert worden war.

2001 verkaufte Slezak das Band zusammen mit anderen Devotionalien. Florian Noller, ein deutscher Händler von Weltraum-Memorabilia, ersteigerte es für rund 25.000 Dollar. Millimetergroße Teile des mit Staubkörnern versehenen Klebestreifens bot er im Internet zum Verkauf an. Eine "Special Edition" (neun Millimeter) kostete 5995 Dollar. Noch im Frühjahr waren drei Millimeter für 1895 Dollar im Angebot, samt Echtheitszertifikat. Inzwischen hat das staubige Juwel offenbar einen Liebhaber gefunden: Es ist aus der Online-Auktion verschwunden.

Autor:  IRENE MEICHSNER
Datum:  16 | 7 | 2009
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