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14. November 2012

Formel 1: Vettel erwartet schwierige Strecke

Sebastian Vettel steht in Austin vor seinem 100. Formel-1-Rennen.Foto: dapd

Nach fünf Jahren macht der Formel-1-Zirkus wieder Halt in den USA. Der neue Kurs in Austin stellt alle Fahrer vor Herausforderungen. Sebastian Vettel hat sich im Simulator auf die mögliche WM-Entscheidung vorbereitet.

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Als Sebastian Vettel aus dem Simulator stieg, hatte er verstanden. „Ich konnte mir den Kurvenfluss einprägen und ein grundsätzliches Gefühl dafür aufbauen“, sagte der Weltmeister vor dem Abenteuer Austin. Beim vorletzten Rennen der Saison kehrt die Formel 1 am Wochenende nach fünf Jahren Abstinenz in die USA zurück. Für Vettel ist der Auftritt in Texas ohnehin etwas Besonderes. Der 25-Jährige hat in seinem 100. Rennen den dritten WM-Titel vor Augen.

Vettel hat sich akribisch auf die neue Rennstrecke vorbereitet, die Designer Hermann Tilke entworfen hat. „Innerhalb einer Runde liegt der Höhenunterschied zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt bei über zwölf Meter“, sagt Vettel. Für den Red-Bull-Piloten schließt sich zudem ein Kreis. In Indianapolis hatte er 2007 beim bis dato letzten Rennen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sein Debüt in der Formel 1 gegeben.

Den Nerv getroffen

Tilke scheint mit dem Kurs in Austin den Nerv der Fahrer getroffen zu haben. In der Vergangenheit wurde der Architekt, der unter anderem die Strecken in Korea, China, Abu Dhabi und Indien konzipierte, dafür kritisiert, dass sich seine Strecken zu sehr ähneln. „Austin bietet nicht die klassische Retortenstrecke, sondern einen fordernden Kurs mit beträchtlichen Höhenunterschieden“, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Der Kurs setzt sich aus vielen Passagen zusammen, die den Traditionsstrecken in Silverstone, Hockenheim oder Interlagos ähneln. Die Arena sei „in Anlehnung an das Hockenheimer Motodrom gebaut. Die Zuschauer können von allen Seiten auf die Autos gucken und haben das Erlebnis des harten Abbremsens nach der Gerade“, sagte Tilke in der „tz“. Die Anlage biete natürliche Steigungen und Gefälle, erklärt Vettel, der „eine schnelle Strecke mit einigen schwierigen Kurven, auf die man sich nicht so leicht einschießen kann“, erwartet.

Bis es so weit war, mussten zahlreiche Hindernisse überwunden werden. Zum einen waren da die Skeptiker, die einem Rennen in den USA grundsätzlich keine Zukunft einräumen. Zum anderen gab es Probleme mit der Finanzierung und Streitigkeiten hinter den Kulissen, sodass der 2010 begonnene Bau des 5,5 Kilometer langen „Circuit of the Americas“ zwischenzeitlich sogar gestoppt wurde. 17.000 Bauarbeiter halfen schließlich mit, das Projekt auf dem 151 Hektar (etwa 200 Fußball-Felder) großen Gelände zu verwirklichen.

Die privaten Investitionen betrugen knapp 310 Millionen Euro. Erster Erfolg: Der Renntag ist mit 120.000 Zuschauern bereits ausverkauft.

Kein US-Fahrer dabei

120.000 Zuschauer werden zum USA-Comeback der Formel 1 in Austin erwartet.
120.000 Zuschauer werden zum USA-Comeback der Formel 1 in Austin erwartet.
Foto: dpa

Ob die Formel 1 diesmal in den USA eine Erfolgsgeschichte wird, bleibt abzuwarten. Bislang stand Bernie Ecclestones PS-Zirkus im Schatten der NASCAR-Serie oder der ChampCars. Gastgeber wie Phoenix, Detroit, Las Vegas, Dallas oder Indianapolis verschwanden früher oder später wieder von der Bildfläche der Formel 1.

Auch einen US-Fahrer sucht man seit Jahren vergebens. Der letzte war Scott Speed, der 2006 und 2007 erfolglos für Toro Rosso fuhr und schließlich sein Cockpit räumte - für Sebastian Vettel. (dapd)

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