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Musik

07. Dezember 2012

1LIVE Krone Radio-Awards: Pussy Riot erhält Sonderpreis

Die zwei Pussy-Riot-Mitglieder wurden vom Publikum gefeiert. Foto: dapd

In Bochum sind die Musikpreise des Jugendsenders 1LIVE verliehen worden. Unter den Preisträgern sind viele Newcomer des Musikgeschäfts, wie Tim Bendzko und Cro. Mit den Toten Hosen werden aber auch alte Hasen geehrt. Den Sonderpreis bekommt die russische Punkband Pussy Riot.

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Bochum –  

Die 1Live-Hörer haben Tim Bendzko auf den Pop-Thron gesetzt. Bei der Verleihung des Radiopreises „1Live Krone“ in der Bochumer Jahrhunderthalle kürte der Sender den 27 Jahre alten Sänger zum besten Künstler des Jahres. Die „Krone“ als beste Band setzte das Radiopublikum den Toten Hosen auf. Zum Album des Jahres wählten die 1Live-Hörer die Platte „Mit K“ der Band Kraftklub, die während der Show gemeinsam mit anderen Künstlern wie Campino mehrmals live auftrat. Die beste Single hat der Panda-Rapper Cro mit „Easy“ abgeliefert.

Zwei Sieger bestimmte die 1Live-Redaktion schon vor der Gala: Michael Mittermeier bekam einen Preis als bester Comedian. Die Hörer von 1Live, einer Welle des WDR, konnten bis Donnerstagmittag in sechs Kategorien über die Gewinner abstimmen.

Sonderpreis an Pussy Riot

Der Sonderpreis ging an die russische Frauenpunkband Pussy Riot für ihr politisches Engagement. Zwei Aktivistinnen der 15-köpfigen Band Pussy Riot nahmen in Bochum den Sonderpreis aus den Händen von Smudo von den Fantastischen Vier entgegen. In bunten Leggins und Kleidern und den obligatorischen Strickmasken erschienen sie auf der Bühne und bedankten sich in einer kurzen Rede für den Preis: „In einer Zeit, wo Musik zur Avantgarde des Protests geworden ist, ist dieser Preis von besonderer Bedeutung.“ Eine der beiden Aktivistinnen reckte die ausgestreckte Faust in die Höhe, die Zuschauer standen geschlossen auf und applaudierten.

1Live-Programmchef Jochen Rausch hatte die Ehrung zuvor damit begründet, dass die Gruppe sich „mutig gegen staatliche Bevormundung und für das Recht auf freie Meinungsäußerung in Russland“ eingesetzt habe und nun „dafür einen hohen Preis bezahlen“ müsste.
Die Band hatte im Februar mit einem Punk-Gebet gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale für einen Skandal gesorgt. Die Verhaftung von drei Mitgliedern der 15-köpfigen Band und der Prozess um die drei Frauen hatte weltweit für Aufsehen erregt. Einer Angeklagten wurde die Gefängnisstrafe erlassen, die beiden anderen Musikerinnen kamen in ein Straflager. (dpa/dapd)

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