Die Musikwelt verneigt sich bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles vor der verstorbenen Sängerin Whitney Houston. Mit sechs Grammys räumt die britische Künstlerin Adele die meisten Preise ab.
Adele von sechs gewonnenen Grammys sichtlich überwältigt (12.02.2012). Foto: afp
Los Angeles –
Überschattet vom Tod der Pop-Diva Whitney Houston sind in Los Angeles die Grammy-Musikpreise verliehen worden. Mit einem Gebet und der Darbietung des Houston-Hits „I will always love you“ verneigte sich die Musikwelt bei der Gala am Sonntagabend (Ortszeit) vor der verstorbenen Sängerin. Große Gewinnerin der Grammys war die Britin Adele mit sechs Trophäen, darunter die Auszeichnungen für die beste Single und das bestes Album.
„Es führt kein Weg daran vorbei: Wir hatten einen Todesfall in unserer Familie“, sagte der Rapper LL Cool J, der die 54. Grammys moderierte. Nach dem Eröffnungssong der Rocklegende Bruce Springsteen sprach LL Cool J ein kurzes Gebet für Houston, die am Samstag mit 48 Jahren unter ungeklärten Umständen in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills gestorben war.
Anschließend wurde ein Filmausschnitt gezeigt, in dem Houston ihren Hit „I will always love you“ singt. „Whitney, wir werden dich immer lieben“, sagte LL Cool J, während sich das Publikum klatschend von den Sitzen erhob. Die Sängerin Jennifer Hudson trug die Pop-Ballade später ganz in schwarz gekleidet auf der abgedunkelten Bühne zum Gedenken an Houston live vor.
Adele holte Grammys in allen sechs Kategorien, in denen sie für eines der kleinen goldenen Grammophone nominiert war. „Oh Gott, ganz vielen Dank“, sagte die zu Tränen gerührte Sängerin, als ihre Platte „21“ zum Album des Jahres gekürt wurde. Die Scheibe bekam auch den Preis als bestes Popalbum. „Die Inspiration für dieses Album war etwas, das wirklich normal ist und das jeder durchgemacht hat: eine schlechte Beziehung“, sagte die Britin.