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20. November 2012

Rock iTunes: AC/DC sind jetzt auch bei iTunes

Brian Johnson und Angus Young performen auf der Bühne im New Yorker Madison Square Garden. (Archivbild) Foto: dapd

Vor einigen Jahren erklärte Lead-Gitarrist Angus Young noch, wie sehr ihn iTunes abstoße - nun werden AC/DC-Songs auch hier vertrieben.

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Christian Schlüter –  

Und das sagen wir jetzt nicht einfach so dahin: Ja, es gibt sie noch – Dinge, auf die die Welt gewartet hat. Zum Beispiel auf einen guten Wein. Wir dürfen an dieser Stelle gleich zwei empfehlen, einmal den Weißwein „Hell’s Bells“, ein Sauvignon Blanc, also die bekannte Edelrebe mit ihrem frischen Stachelbeeraroma, in das sich gerne auch eine grüne Note von frisch gemähtem Gras mischt; und zum anderen den Rotwein „Back in Black“, ein Syrah, das ist ebenfalls eine noble Rebsorte, die ursprünglich im französischen Rhônetal kultiviert wurde und sich durch ein kräftiges Johannisbeerbukett auszeichnet, dessen hoher Tanningehalt allerdings einer sorgfältigen Handhabung bedarf.
Hergestellt wurden die beiden, übrigens auch in Deutschland vertriebenen Kostbarkeiten, in Australien. Womit wir auch schon beim Thema wären. Denn Kenner der Materie haben gewiss bemerkt, dass beide Weinnamen auch die Titel von zwei der berühmtesten Songs der australischen Rockband AC/DC sind. Das aber können wir dann gleich so verstehen, dass AC/DC ihren guten Namen für die Vermarktung des heimatlichen Rebensafts hergegeben haben. Und das wiederum heißt, AC/DC brauchen das Geld, offenbar so sehr, dass sie nicht nur einträgliche Nebengeschäfte treiben, sondern jetzt auch noch ihren Hauptgeschäftsbereich ausbauen.

Ab sofort auf iTunes

Wenn das keine Nachricht ist: Ab sofort sind alle AC/DC-Songs auch online in Apples iTunes-Store erhältlich! Lange hat sich die Rockband dagegen gewehrt. Vor einigen Jahren betonte der Lead-Gitarrist Angus Young noch in einem Interview mit der New York Times, wie sehr ihn iTunes abstoße, weil dort von einem Album, das immer als bewahrenswertes Gesamtkunstwerk zu verstehen sei, auch einzelne Songs gekauft werden könnten: „Das ist wie bei einem Maler – wenn er glaubt, ein tolles Bild geschaffen zu haben, dann beschützt er es als Ganzes.“ Nun, Herr Young hätte, was durchaus möglich und auch üblich ist, auf Album-Bundles bestehen können.
Hat er aber nicht. Für alle Freunde der harten, ehrlichen und geradlinigen, seit gut 40 Jahren nahezu unveränderten Rockmusik bleibt jetzt nur übrig, sich in strengster AC/DC-Philologie die Alben im MP3-Format nachzubasteln oder eigene Gesamtkunstwerke zu schaffen. Letzteres ist eine legitime Form der Rezeption, über die ein Künstler keine Kontrolle hat. Zum Glück.

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