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20. Dezember 2012

Rosenstolz trennen sich: Nie wieder "Schlampenfieber"

Auf Wiedersehen? Ab 2012 gehen Anna und Peter getrennte Wege - vorerst. Foto: dpa

Nach 20 gemeinsamen Jahren auf der Bühne geht das Berliner Duo Rosenstolz getrennte Wege. Eine spätere Zusammenarbeit soll aber nicht ausgeschlossen sein.

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Berlin –  

Nach 20 Jahren wollen sie „neue Abenteuer“: Rosenstolz gehen vorerst getrennte Wege. Schon länger war es still geworden um das Duo AnNa R. (42) und Peter Plate (45). Zur Echo-Verleihung im März kamen sie nicht, auch über eine Trennung wurde schon spekuliert. Kurz vor Weihnachten kommt nun die Nachricht auf der Homepage der Band: Die beiden „lassen für den Moment los“. Erst im vergangenen Jahr hatte sich Rosenstolz mit einem Comeback-Album nach Plates erschöpfungsbedingter Pause zurückgemeldet. „Wir sind am Leben“, hieß es.

Begonnen hat die Geschichte der Band Anfang der 90er Jahre bei Proben in Plates Küche und einem Konzert vor 30 Leuten in einer Berliner Galerie. Die beiden waren Lieblinge der Subkultur und berühmt für ihre Schlager mit rotzfrechen Texten wie "Schlampenfieber".

Später eroberten sie den Massenmarkt, gewannen Echos, Gold und Platin. Popschlager-Hymen wie „Gib mir Sonne“ und „Ich bin ich (Wir sind wir“)“ prägten den Sound der Nuller Jahre. Bei den Konzerten sangen Fans vom ersten bis zum letzten Lied mit. Im Publikum tummelte sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.




Der Abschied in die Auszeit klingt typisch Rosenstolz, überbordend vor Gefühl: „Wenn man zwanzig Jahre so intensiv gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen ist, kann es sein, dass irgendwann der Wunsch nach neuen Abenteuern immer lauter wird“, erklären sie.

„Wir haben viel miteinander geredet, gelacht und geweint und wir haben festgestellt, dass uns so viel verbindet und wir zusammen so viel erlebt und erreicht haben, dass es jetzt der schönste Moment ist, einander Raum zu geben. Raum, diese Abenteuer einmal getrennt voneinander zu erleben.“ Eine Flut von Kommentaren gab es dazu auf der Facebook-Seite der Band: „gefällt mir nicht ... wirklich schade“ und „Das können die doch nicht machen :-(“.

Aus dem Umfeld von Rosenstolz war am Donnerstag zu hören, dass hinter den Kulissen kein Streit herrschte, sondern die beiden Musiker einfach eine Veränderung wollten. Es sei keine Auflösung und eine spätere Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen. In der Versenkung verschwinden wird die Band wohl nicht: „Natürlich sind wir nicht weg - ihr werdet von uns hören, laut oder leise, hier oder da, denn ohne Musik geht es bei uns doch gar nicht!“ Der Rosenstolz-Brief endet mit dem Titel ihres Hits: „Liebe ist alles!“. (dpa)

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