Natur

07. Januar 2013

Oviraptoren mit Federschmuck: Wenn der Dino mit dem Schwanz winkt

 Von Cornelia Dick-Pfaff
Posieren wie ein Pfau... Foto: Sydney Mohr

Protzen und sich zur Schau stellen können die Pfauen gut - und die Dinos auch. Wenn die neuesten Erkenntnisse der Paläontologen stimmen, hatten Oviraptoren viel mit dem Pfau gemeinsam.

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Ähnlich wie der Pfau sein Rad schlägt, nutzten offenbar auch schon manche Dinosaurier ihre Schwanzfedern, um Eindruck zu schinden. Hinweise darauf haben kanadische Paläontologen gemeinsam mit Kollegen aus den USA gefunden. Sie analysierten Knochen- sowie Muskelstruktur verschiedener Vertreter aus der Gattung der sogenannten Oviraptoren.

„Dinosaurier haben in der späten Kreidezeit mit ihren Federn all das gemacht, was auch moderne Vögel heute tun“, sagt W. Scott Persons von der University of Alberta in Edmonton. „Zu dieser Zeit nutzte eine Vielzahl der Dinosaurier Federn zum Fliegen und zur Isolation vor der Kälte.“ Die Wissenschaftler hatten unterschiedliche Fossilfunde von vier Dinosaurierarten untersucht. Besonderes Augenmerk legten sie dabei auf den Schwanz. Die letzten Wirbel des Schwanzes sind bei den Oviraptoren zu einer festen, gezahnten Struktur verschmolzen, an der die Schwanzfedern sitzen. Anhand des Aufbaus bei modernen Vögeln und Reptilien schließt der Paläontologe, dass Oviraptoren große Muskeln besaßen, die weit den Schwanz entlang reichten.

Sowohl der knöcherne Aufbau als auch die Rekonstruktion der Schwanzmuskeln legen nahe, dass die gefiederten Dinosaurier mit dem Schwanz winken konnten. Viele Vertreter der Gruppe nutzten ihre breitgefächerten Schwanzfedern also, um zu protzten und sich zur Schau zu stellen.

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