Natur

10. Dezember 2012

Tierreich: Wie Bienen ihre Nachfolge regeln

 Von Anne Brüning
Eine weibliche Furchenbiene auf einer Flockenblume. Foto: Francis Ratnieks

Bei den Furchenbienen entscheiden die Königinnen darüber, welche Rolle ihre Töchter spielen: über die Futtermenge für die Larven. Die erste Brut hat dabei das Nachsehen.

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Wie Schweizer Forscher herausgefunden haben, regeln die Furchenbienen (Halictus scabiosae) ihre Nachfolge über die Futtermenge, die sie den sich entwickelnden Larven zukommen lassen. Die Weibchen in der ersten Brut im Frühjahr werden kurzgehalten, berichten Mayuta Brand und Michel Chapuisat von der Universität Lausanne im Fachmagazin Frontiers in Zoology. Auf diese Weise werden aus ihnen kleine, fleißige Arbeiterinnen, die der Königin untergeben sind.

Die Königin braucht sie, um die nächste Generation mit aufzuziehen. Diese zweite Brut hat es dann besser: Sie bekommt mehr Pollen und Nektar  – fast das 1,5-Fache, wie die Forscher beobachtet haben. Weibchen aus dieser Generation können neue Königinnen werden.

Furchenbienen sind relativ selten. Sie mögen es warm  und sind in Deutschland deshalb vor allem im Süden zu finden. Die Insekten leben in Bodennestern. Mehrere begattete Weibchen überwintern zusammen. Im Frühjahr legt nur eine von ihnen Eier, die anderen bewachen das Nest, werden dann jedoch vertrieben, wenn die ersten Arbeiterinnen der Königin geschlüpft sind.

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