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Neonazi-Terror
Die Zwickauer Zelle, ihr Terror und die Folgen

04. November 2012

Jahrestag: Tausende erinnern an Opfer der NSU-Morde

Bürger demonstrieren am 04.11.2012 in Berlin mit Plakaten und Transparenten gegen Rassismus.  Foto: dpa

Vor einem Jahr flog die Mordserie der rechtsextremen Terrorzelle NSU auf. Tausende Demonstranten erinnern deshalb an die Opfer - und fordern ein Ende des Schweigens zu Rassismus und Gewalt.

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Berlin –  

In Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben bis zu 1600 Demonstranten unter dem Motto "Das Problem heißt Rassismus". Sie wollten vor eine Zweigstelle des Bundeskriminalamts ziehen. Die Demonstranten forderten auf Plakaten unter anderem die Abschaffung des Verfassungsschutzes, dem sie Versagen bei der Aufklärung der NSU-Verbrechen vorwerfen (siehe Interview mit SPD-Politikerin Högl ). In rund 30 Städten hatte ein Protestbündnis zu Demonstrationen und Gedenkaktionen aufgerufen.

In Berlin wurden zum Auftakt der Demonstration zunächst die Namen der Opfer des Trios namens Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verlesen. Die Gesichter und Namen der Opfer waren auch auf weißen T-Shirts zu sehen, die Teilnehmer trugen. "Rassismus mordet!" war dazu zu lesen und auf dem Rücken "Genug geschwiegen, geduldet, gedeckt". Neun Morde an Einwanderern sowie ein Mord an einer deutschen Polizistin werden den drei mutmaßlichen Tätern zur Last gelegt.

Demonstration in Jena

Im thüringischen Jena zogen etwa 250 Demonstranten friedlich durch die Innenstadt. Das Trio stammt aus Jena. Im sächsischen Zwickau, wo das Trio lange Zeit untergetaucht war, sei es dagegen trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, eine Aktion zu initiieren, sagte ein Sprecher des Bündnisses.

Am 4. November 2011 hatten sich die Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Eisenach nach einem Bankraub erschossen. Ihre mutmaßliche Komplizin Beate Zschäpe stellte sich vier Tage später der Polizei. Gegen Zschäpe soll in Kürze Anklage erhoben werden. Die Ermittlungspannen bei der Aufklärung der Taten beschäftigen mehrere Untersuchungsausschüsse in Bund und Ländern.(dpa)

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