Beate Zschäpe soll unter anderem wegen der Bildung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, wegen versuchten Mordes in Zusammenhang mit einer Brandstiftung in Chemnitz und weiterer Verbrechen angeklagt werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 35-Jährige das Herz der Zwickauer Terrorzelle gewesen ist, das Geld der Bande verwaltet hattee sowie über die Taten ihrer beiden Komplizen in vollem Umfang informiert gewesen ist.
Nach Informationen des Berliner „Tagesspiegels“ (Mittwochausgabe) sind zudem weitere vier Personen angeklagt. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Auch der mutmaßliche NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben soll zu den Angeklagten gehören. Er und Zschäpe sind die einzigen NSU-Verdächtigen, die noch in Haft sitzen.
Die rechtsextreme Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) wird für zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge und zahlreiche Banküberfälle verantwortlich gemacht. Sie war vor einem Jahr nach einem Banküberfall in Eisenach enttarnt worden. Seit November 2011 versucht die größte Sonderkommission der Polizei in der Geschichte der Bundesrepublik, Licht ins Dunkel zu bringen. Mehr als 100 Verfassungsschützer überprüfen Akten, um Hinweise auf das Mördertrio und Unterstützer zu finden. (dapd)
13 Jahre lang überziehen Rechtsextreme der Zwickauer Zelle das Land mit Morden, Bomben- anschlägen und Überfällen. Analysen und Hintergründe.
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