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Ins Eis eingebrochen: Vorsichtig am Rand festhalten

Die Berufsfeuerwehr in Freiburg zeigt, wie ein im Eis eingebrochener gerettet werden kann. Viel Zeit bleibt nicht: Nach wenigen Minuten verliert der Verunglückte die Kräfte im kalten Nass. Foto: Patrick Seeger
Die Berufsfeuerwehr in Freiburg zeigt, wie ein im Eis eingebrochener gerettet werden kann. Viel Zeit bleibt nicht: Nach wenigen Minuten verliert der Verunglückte die Kräfte im kalten Nass. Foto: Patrick Seeger

Berlin. Der Winter hält an, die Gewässer frieren langsam zu. Doch die Tragfähigkeit des Eises ist trügerisch. Wer tatsächlich einbricht, hat nicht viel Zeit für einen Selbstrettungsversuch.

Wer in eine Eisfläche einbricht, sollte sich vorsichtig am Eis festhalten oder versuchen, sich darauf zu ziehen. Bricht das Eis weiter, könnte der Verunglückte versuchen, sich mit den Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer freizuschlagen, erläutert der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) in Berlin. Viel Zeit bleibt für die Selbsthilfe allerdings nicht: In eiskaltem Wasser erschlaffen dem DFV zufolge die Muskeln innerhalb weniger Minuten, so dass der Betroffene erlahmt und deswegen versinkt.

Augenzeugen des Unglücks sollten sofort den Rettungsdienst unter 112 alarmieren. Begibt sich jemand zum Helfen aufs Eis, sollte er sich selbst mit einer Leine, einer Schwimmweste oder einem Rettungsring sichern und nicht zu weit hinaus begeben. Um sein Gewicht zu verteilen, benutzt er am besten eine Unterlage wie ein Brett, einen Hockeyschläger oder eine Leiter, auf die er sich flach hinlegt. Solche Hilfsmittel schiebt er am besten auch dem Eingebrochenen zu. Erleichtern lässt sich die Rettung dem DFV zufolge zum Beispiel mit einem Ast oder anderen Gegenstand, der quer über die Einbruchstelle gelegt wird.

Grundsätzlich sollten nur freigegebene Eisflächen betreten werden. Trotz der aktuellen Minusgrade seien viele Gewässer zum Betreten noch nicht fest genug zugefroren, warnt der DFV. (dpa/tmn)