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Stallone: Rocky ist froh, nicht gegen Klitschko boxen zu müssen

Klitschko zu Stallone: «Wegen Dir habe ich angefangen zu boxen». Foto: M. Brandt
Klitschko zu Stallone: «Wegen Dir habe ich angefangen zu boxen». Foto: M. Brandt

Hamburg. Hollywood-Star Sylvester Stallone ist für die Musical-Adaption seines «Rocky»-Filmerfolgs in den Ring gestiegen. Eine Woche vor der Weltpremiere im Hamburger Operettenhaus warben der 66-Jährige und der Musicalkonzern Stage Entertainment mit einer großen Show beim Box-Kampf zwischen Wladimir Klitschko und Mariusz Wach für ihr Stück. Stallone und die Klitschko-Brüder sind Co-Produzenten des Musicals, dessen Handlung vor allem auf dem ersten der insgesamt sechs Filme über den Boxer Rocky Balboa basiert. «Fight From The Heart» - so auch der Untertitel des Musicals - wurde zum Motto der Inszenierung vor 15 000 Zuschauern in der ausverkauften Halle und Millionen TV-Zuschauern. «Dr. Steelhammer» Klitschko (36) kann nun als frisch gekürter Sieger am Sonntag (18. November) die Premiere feiern.

Das Spektakel, mit dem der TV-Sender RTL am Samstagabend die Zuschauer in der O2 World und vor den Bildschirmen auf Klitschkos WM-Kampf einstimmte, glich einer einzigen «Rocky»-Show - vom Hit «Eye of the Tiger» aus «Rocky III» bis zu Aussschnitten aus dem ersten Streifen von 1976. «Wegen Dir habe ich angefangen zu boxen», betonte Klitschko. Und Stallone, Erfinder des berühmtesten Boxers der Filmgeschichte, zeigte sich noch immer beeindruckt: «Du schreibst ein Drehbuch für so einen Film und Jahre später inspirierst du damit jemand in einem anderen Land und der wird zu einem Boxchampion. Da sagst du: Wow, fantastisch!» Rund 20 Darsteller der Musical-Crew gaben kurze Einblicke in die Geschichte über Rockys Liebe zu Adrian und über seinen Kampf gegen Apollo.

«Rocky zeigt allen Menschen, dass man nicht körperlich perfekt, ein Genie oder super talentiert sein muss. Wenn du ein großes Herz hast und wenn du dir sehnsüchtig etwas wünschst, dann kannst du viele Dinge schaffen», sagte Stallone. Und Klitschko betonte: «Ich bin davon überzeugt, dass es authentisch aussieht, vor allem auch, dass es gut bei den Leuten ankommt. Weil diese Geschichte ist ein Klassiker. Diese Geschichte ist eine Geschichte, die jeder Mensch mit seinem eigenen Leben vergleichen kann.» Zwischen Klitschko und seiner Filmfigur sieht Stallone einen wesentlichen Unterschied: «Wladimir ist sehr viel intelligenter als Rocky. Rocky ist eine einfache Person von der Straße, deren Welt sehr, sehr klein ist», sagte er. «Wladimir ist ein weltgewandter Mann. Ich glaube, dass Rocky froh ist, nicht gegen ihn boxen zu müssen.» (dpa/lno)

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