Niedersachsen-Wahl

20. Januar 2013

Liveticker zur Niedersachsen-Wahl: ARD sieht Rot-Grün vorn

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Die Spitzenkandidaten von Grünen, SPD, CDU und FDP (von links) in einem TV-Studio.  Foto: dpa

+++ Hochrechnungen zeigen denkbar knappes Rennen +++ ARD: Rot-Grün gewinnt die Wahl +++ Abend ist "spannender als der Tatort" +++ FDP schafft den Sprung +++ Rösler strahlt +++ Steinbrück und Gabriel erleichtert +++ Der Live-Licker zur Niedersachsen-Wahl

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Hannover –  

22:58 Uhr: ARD meldet: Rot-Grün gewinnt

Nach Auszählung so gut wie aller Wahlkreise erreicht das rot-grüne Lager laut ARD eine Mehrheit von einem Sitz im neuen Landtag. Demnach stellen SPD und Grüne nach Berechnungen von Infratest dimap 69 Abgeordnete, CDU und FDP 68 Parlamentarier. Ist das die Entscheidung?

21:07 Uhr: Schröder-Köpf verliert Wahlkreis

Die Frau von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, Doris Schröder-Köpf (SPD), hat ihren Wahlkreis verloren. Nach Auszählung der meisten Stimmen in dem Bezirk Hannover-Döhren lag sie deutlich hinter dem CDU-Kandidaten Dirk Toepffer, wie das ZDF meldete. Schröder-Köpf wird aber vermutlich dennoch in den neuen Landtag in Hannover einziehen, da sie auf Platz zwölf der Landesliste aufgestellt wurde.

Niedersachsen-Wahl

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20:55 Uhr: Immer noch ein Patt

Auch nach der jüngsten Hochrechnung des ZDF um kurz vor Neun geht die Hängepartie weiter.

20:04 Uhr: ARD sieht Rot-Grün vorn

Und wieder verschieben sich die Gewichte. Diesmal ist es die ARD, die in einer Hochrechnung Rot-Grün um eine Nasenlänge vorn sieht. Das Zittern geht also weiter, bis alle Stimmen ausgezählt sind.

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19:38 Uhr: McAllister hofft auf Sieg

David McAllister spricht vom "Herzschlag-Finale". Die Aufholjagd der letzten Wochen habe sich gelohnt, die CDU sei die Nummer Eins in Niedersachsen. "Wir haben berechtigte Hoffnung, dass wir unsere Koalition in Hannover fortsetzen können", sagt der amtierende Ministerpräsident und fügt noch ein sattes Lob für die eigene Partei hinzu: "Die CDU in Niedersachsen ist die Super-Partei", ruft McAllister. Seine Parteifreunde jubeln.

19:25 Uhr: Rösler strahlt

"Es ist ein großer Tag für die FDP und die Liberalen in ganz Deutschland!" So gut gelaunt hat man Philipp Rösler schon lange nicht mehr gesehen. Und wirklich: Das Rekordergebnis der FDP in Niedersachsen könnte Rösler den Parteivorsitz retten. Spitzenkandidat Stefan Birkner hat sich bereits hinter Rösler gestellt.

19:20 Uhr: Hü und Hott in den Hochrechnungen

Es geht hin und her in den Hochrechnungen. Jetzt sehen ARD und ZDF wieder einen hauchdünnen Vorsprung für Schwarz-Gelb. Sicher ist nur: Es wird heute noch lange spannend bleiben.

19:02 Uhr: Rot-Grün holt wieder auf

Dreht es sich doch noch einmal in Niedersachsen? Laut ZDF-Hochrechnung von 19.00 Uhr hat Rot-Grün wieder aufgeholt. Die jüngsten Zahlen deuten auf eine Pattsituation im Landtag in Hannover: 75 Sitze für Schwarz-Gelb, 75 Sitze für Rot-Grün

18:55 Uhr: Last-Minute-Transfer nutzt FDP

Die FDP hat massenhaft Leihstimmen der CDU-Wähler erhalten. Die Forschungsgruppe Wahlen spricht von einem „Last-Minute-Transfer im schwarz-gelben Lager“: 80 Prozent der aktuellen FDP-Wähler wählten eigentlich CDU. Der SPD machen den Angaben zufolge Bundestrend und Kanzlerkandidat zu schaffen. 44 Prozent sagen, Kanzlerkandidat Peer Steinbrück habe seiner Partei in Niedersachsen geschadet. Allerdings profitiert die SPD von der Renaissance des rot-grünen Koalitionsmodells - 46 Prozent fänden das gut.

18:49 Uhr: Steinbrück dankt den Niedersachsen

Steinbrück gratuliert dem niedersächsischen Spitzenkandidaten Weil zu einem "fantastischen Wahlergebnis". "Mir ist sehr bewusst ist, dass es aus der Berliner Richtung keinen Rückenwind gegeben hat", sagt Steinbrück und fügt noch hinzu: "Mir ist sehr bewusst, dass ich daran eine gewisse Mitverantwortung trage."

18:44 Uhr: Steinbrück und Gabriel erleichtert

Nach Rot-Grün sieht es in Niedersachsen eher nicht aus - wobei die Zahlen immer noch unsicher sind. SPD-Chef Sigmar Gabriel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sehen an diesem Abend trotzdem ziemlich erleichtert aus. Die niedersächsische SPD hat gut genug abgeschnitten, um der Bundespartei eine neue Führungsdebatte zu ersparen. Gabriel kündigt an, die SPD werde jetzt verstärkt versuchen, der Linkspartei und den Piraten Stimmen abzujagen. Einen Lacherfolg hat der SPD-Chef, als er sich über die "Fremdblut-Zufuhr" in der Form von CDU-Leihstimmen für die FDP lustig macht.

18:33 Uhr: Kubicki stützt Rösler

Der schleswig-holsteinische FDP-Chef Wolfgang Kubicki stellt sich hinter den umstrittenen Bundesvorsitzenden Philipp Rösler. Wenn Rösler wieder kandidiere, werde er ihn wählen, sagt Kubicki. Einen vorgezogenen Bundesparteitag, wie Fraktionschef Rainer Brüderle ihn vorgeschlagen hat, lehnt Kubicki ab.

18:23 Uhr: Weil bedankt sich

Erster Auftritt des SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil. Der mag zu diesem Zeitpunkt weder von Sieg noch von Niederlage sprechen, bedankt sich aber auf jeden Fall schon einmal bei seinen Wählern. In der SPD-Zentrale in Hannover lohnen es ihm die Sozialdemokraten mit minutenlangem, rhythmischem Applaus

18:21 Uhr: Grüne sehen Signal für Machtwechsel im Bund.

Diese Zahlen rechnet Grünen-Chefin Claudia Roth gerne vor. „Das ist eine gute Voraussetzung für den Wechsel“, sagte Roth am Sonntag im ZDF. Schwarz-Gelb habe so massiv verloren, dass es bei einem ähnlichen Abschneiden auf Bundesebene nicht mehr zu einer Mehrheit reichen würde. „Wir haben das beste Ergebnis, das wir jemals in Niedersachsen erreichen konnten.“ Nach den ersten Hochrechnungen erzielten die Grünen mit 13,4 Prozent ihr bislang bestes Landtags-Wahlergebnis in Niedersachsen.

18:20 Uhr: Piratenchef enttäuscht

Der Siegeszug der Piraten ist unterbrochen. In Niedersachsen haben sie den Einzug in den Landtag nicht geschafft. Laut ARD haben sie nur 1,9 Prozent der Stimmen erreicht. Der Landesvorsitzende Meinhart Ramaswamy räumt seine Enttäuschung ein. Er hofft aber, seine Partei könne "für die Bundestagswahl die Karten neu mischen".

18:17 Uhr: Schwarz-Gelb liegt um eine Nasenspitze vor

Die ersten Hochrechnungen sind da. Schwarz-Gelb liegt jetzt um eine knappe Nasenlänge vorne: Laut ARD würden CDU und FDP 68 Sitze bekommen, SPD und Grüne dagegen nur 67 Sitze. Das ZDF berichtet ebenfalls, dass nach der ersten Hochrechnung Schwarz-Gelb ein Sitz mehr errungen hat. Aber die Ergebnisse sind noch äußerst unsicher.

18:10 Uhr: Was bedeutet das Ergebnis für Rösler?

Was passiert mit FDP-Chef Philipp Rösler? Sichert das gute Abschneiden der FDP dem umstrittenen Bundesvorsitzenden das politische Überleben? FDP-Generalsekretär Patrick Döring - ein Vertrauter Röslers - sieht seinen Chef gestärkt.

18:08 Uhr: "Spannender als der Tatort"

Hubertus Heil, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Niedersachsen, freut sich, dass Rot-Grün zugelegt hat. "Das wird spannender als der Tatort", sagt Heil. Auch er lässt keinen Zweifel daran, dass die SPD an Steinbrück festhalten wird.

18:05 Uhr: Nahles: Steinbrück bleibt Kanzlerkandidat

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles gibt zu: Die SPD in Niedersachsen hat aus Berlin nicht gerade Rückenwind bekommen. Die Kontroversen um den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück waren nicht hilfreich. Bleibt Steinbrück trotzdem Kanzlerkandidat? Nahles' Antwort: "Ganz sicher".

18:02 Uhr: Schwarz-Gelb und Rot-Grün gleichauf

Enger geht es nicht: Laut ARD-Prognose liegen Schwarz-Gelb und Rot-Grün bei jeweils 46 Prozent der Wählerstimmen. Für eine große Überraschung sorgt vor allem die FDP: Sie hat etwa zehn Prozent der Stimmen erreicht, weit mehr als erwartet. Weder die Piraten noch die Linkspartei haben es über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft.

18:00 Uhr: Die Wahllokale schließen.

Es ist soweit. Die Wahllokale haben geschlossen. Alle starren auf die Fernseh-Schirme, um die ersten Prognosen zu sehen. Die Spannung ist groß.

16:30 Uhr: Viele gehen erst nachmittags wählen

Die Wahlbeteiligung bei der Niedersachsen ist offenbar etwas höher als vor fünf Jahren. Bis zum Sonntagnachmittag hätten 53,33 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte die Landeswahlleiterin in Hannover mit. Insgesamt sind rund 6,2 Millionen Niedersachsen wahlberechtigt.

Umfragen sagen ein äußerst knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amtierenden schwarz-gelben Koalition unter Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Rot-Grün voraus. Vor allem das Abschneiden der FDP ist hochspannend.

15:00 Uhr: Stimmungstest für Berlin

Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst. Sollte die FDP nicht mehr in den Landtag kommen, gilt die Zukunft von Bundesparteichef Philipp Rösler als offen. Aber auch Debatten über SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück könnten wieder aufflammen, falls die SPD den Machtwechsel an der Leine verpassen sollte. Sollte Rot-Grün den Wechsel schaffen, würden sich auch neue Machtverhältnisse im Bundesrat ergeben, in dem SPD und Grüne dann eine gestalterische Mehrheit hätten.

14.00 Uhr: Gespannt wie ein Flitzebogen

McAllister rechnete am Sonntag weiter mit einem knappen Ausgang. "Es ist ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen", sagte der Regierungschef, nachdem er in seinem Heimatort Bad Bederkesa bei Cuxhaven gewählt hatte. SPD-Herausforderer Weil sagte bei der Stimmabgabe: "Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen." Auch Altkanzler Gerhard Schröder und seine Frau Doris Schröder-Köpf, die sich erstmals für die SPD um ein Landtagsmandat bewirbt, gaben bereits am Vormittag ihre Stimme ab.

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