Er ist wieder bei Stimme. Und mit dieser artikuliert Peter Feldmann (SPD), der frisch gewählte nächste Frankfurter Oberbürgermeister, am Mittwochabend im Foyer der Frankfurter Rundschau, dass er, einmal im Amt, keine Konflikte scheuen werde. Jedenfalls nicht, wenn es um sein Wahlversprechen geht, Wohnraum zu schaffen.
Im Wohngebiet Bonames-Ost etwa, wo er selber immer joggen gehe, müsse etwas geschehen. An drei Wochenenden sei er dort „mit der Bürgerinitiative mitgegangen“, die seit Jahrzehnten gegen das Zubauen der Landschaft streitet. Immer wieder habe er die Frage gestellt: „Wo werden unsere Kinder wohnen?“ Danach habe sich die Initiative aufgelöst und zugegeben, dass „es doch gut wäre, wenn unsere Kinder in der Nähe wohnen können“.
Die Entscheidung ist gefallen. Peter Feldmann (SPD) wird mit 57,4 Prozent der Stimmen neuer Oberbürgermeister von Frankfurt. Boris Rhein (CDU) erhielt 42,6 Prozent der Wählerstimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,1 Prozent.
Foto: dapd/Thomas LohnesNeue Gebiete zu erschließen – das hat für den Sozialpolitiker Feldmann im ersten öffentlichen Interview nach der Wahl Vorrang vor der Verdichtung der Kernstadt; da will er „die kleinen Lücken erhalten“. Milieuschutz soll verhindern, dass nach Sanierungen, wie in der Rotlintstraße geschehen, „am Ende von denen, die da gewohnt haben, nur noch eine Dame übrig ist“. Um zu erfahren, was die Leute beschäftigt, werde er „meine Hausbesuche weitermachen, das ist das Mindeste“. Die ganzen sechs Jahre hindurch werde er „in den Stadtteilen an einem Tag jeden Monat klingeln und fragen, was Sache ist“.
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