Nein, er werde sich nicht aus einem Hubschrauber abseilen, sagt Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU). Und er wolle sich auch nicht auf ein Foto mit den Beamten des Frankfurter Spezialeinsatzkommandos (SEK) drängen, das er am heutigen Freitag besucht. Es werde sich aber kaum vermeiden lassen, dass ein Innenminister „irgendwann“ mal wieder mit Polizistinnen und/ oder Polizisten zusammen auf einem Bild zu sehen sein werde.
Die SPD hatte Rhein vorgeworfen, mit dem Termin auf dem SEK-Trainingsgelände missbrauche er Polizeibeamte „als Kulisse“ für seinen Wahlkampf um das Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters. Der Minister habe es auf medienwirksame Fotos abgesehen.
„Stil des Krawalls“
„Ich kann die Arbeit als Innenminister nicht einstellen“, sagt Rhein, der zunächst eine Pressekonferenz zur Terrorismus- und Extremismusbekämpfung im Frankfurter Polizeipräsidium geben wird. Danach, so die Einladung, „informiert sich der Minister vor Ort“ beim SEK-Training „über die Umsetzung der neuen Maßnahmen. Pressevertreter sind eingeladen den Minister zu begleiten.“
Wahlberechtigte können vom 30. Januar an Briefwahl beantragen. Und zwar sowohl für die Wahl am 11. März als auch für die mögliche Stichwahl zwei Wochen später. Sollte sich ein Kandidat im ersten Wahlgang durchsetzen, erhalten die Briefwähler einfach keine Unterlagen für die Stichwahl.
Anträge können beim Wahlamt, Zeil 3 (Eingang Lange Straße), und im Bürgeramt Höchst, Bolongarostraße 109, gestellt werden. Wer persönlich vorbeikommt und im Wählerverzeichnis eingetragen ist, kann seine Stimme vor Ort abgeben. Mit den Angaben auf der Wahlbenachrichtigung kann man auch im Internet (www.frankfurt.de) Briefwahl beantragen.
Die Karten, die als Wahlbenachrichtigung dienen, werden vom 7. Februar an verschickt. Bis zum 19. Februar müsste jeder seine Benachrichtigung haben. Wenn nicht: Beschwerden sind im Wahlamt und im Bürgeramt Höchst möglich. Die Karte lässt man am
11. März übrigens nicht im Wahllokal. Sie ist zugleich die Benachrichtigung für eine mögliche Stichwahl.
Sowohl die Pressekonferenz als auch der Trainingsbesuch seien schon geplant gewesen, als OB Petra Roth (CDU) ihren Amtsverzicht noch gar nicht erklärt hatte, versichert Rhein. Einen zunächst avisierten Termin am 2. Dezember habe er aus Respekt vor den Opfern der Zwickauer Terrorzelle verschoben, auch um sich nicht dem Verdacht auszusetzen, er wolle vom Rechtsextremismus ablenken.
Die SPD-Fraktion im Landtag lasse sich offenbar von der Frankfurter SPD für deren Attacken verwenden, so Rhein. Der Vorwurf entspreche dem „Stil des Krawalls“, den seine Gegner derzeit in den Wahlkampf einführten.
Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Die aktuelle Beteiligung an der OB-Wahl in Frankfurt ist gering - aber immerhin besser als vor fünf Jahren.
Wo räumt Peter Feldmann ab? Wo ist Boris Rhein chancenlos? Die erfolgreichsten und problematischsten Stadtteile der beiden OB-Kandidaten in der Stichwahl.

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Facebook | Twitter überregional | Google+