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OFC - Kickers Offenbach
Spielberichte und Interviews zum OFC, News und Hintergründe zu Kickers Offenbach

27. November 2012

Kickers Offenbach: Mit Beistand von oben

 Von Sebastian Rieth
Herrgott hilf! Kickers Trainer Arie van Lent regt die Arme gen Himmel. Ein Pfarrer soll nun den Streit zwischen Präsident Frank Ruhl und seinem Kritiker Remo Kutz schlichten. Foto: Jan Huebner

Ein Pfarrer muss her, damit sich die Streithähne der Offenbacher Kickers wieder versöhnen. Der Verwaltungsrat spricht Präsident Ruhl das Vertrauen aus.

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Um ihren Streit zu schlichten, haben sich die Offenbacher Kickers nun geistlichen Beistand ins Haus geholt. Pfarrer Matthias Loesch, ein bekennender Fan des Fußball-Drittligisten, soll in einem Mediationsverfahren den seit Tagen vorherrschenden Konflikt zwischen Präsident Frank Ruhl und seinem Kritiker Remo Kutz beilegen – zumindest forderte dies der Verwaltungsrat des OFC auf seiner Sitzung am Montagabend.

Nachdem sich die beiden Unternehmer im September um den obersten Vereinsposten beworben hatten, blieben die Unstimmigkeiten erhalten. Ausgerechnet auf einer Sponsorenveranstaltung am vergangenen Donnerstag äußerte Kutz harsche Kritik am Präsidenten, später sei er deswegen getreten worden. Dafür entschuldigte sich nun Donato Cisternino. „Die Art und Weise, wie ich mich verhalten habe, war sicher nicht in Ordnung“, sagte das Senatorenmitglied und stellte klar: „Ich habe ihm aber nicht wehgetan. Das war nur symbolisch gemeint.“

Auch Kutz, dem Stadionverbot wegen vereinsschädigenden Verhaltens erteilt wurde, gesteht Fehler ein. „Ich übernehme die Verantwortung, dass der Ort ein falscher war. Aber mir blieb nichts anderes übrig.“ Ein persönliches Gespräch habe er im Vorfeld angestrebt, es sei ihm aber ausgeschlagen worden, so der IT-Spezialist. Das Angebot einer Mediation durch einen neutralen Schlichter werde er in jedem Fall annehmen. Pfarrer Loesch hat bereits zu beiden per E-Mail den Kontakt hergestellt und einen gemeinsamen Termin nächste Woche vorgeschlagen. Ob auch Ruhl dazu bereit ist, ließ er gestern noch offen. „Das Thema ist für mich erledigt. Ich möchte dazu nichts mehr sagen“, äußerte sich der Präsident. Der Verwaltungsrat hatte ihm das Vertrauen ausgesprochen. Eine von Ruhl angeblich geforderte Ehrenerklärung gab es allerdings nicht. Dass sich der Vereinsboss, gleichzeitig auch einer der wichtigsten Gläubiger, seine fälligen Zinsen von gut 7000 Euro am 16. Oktober auszahlen ließ, war nur am Rande ein Thema.

Ruhl richtet den Blick nach vorne, will den Zwist und die Streitigkeiten hinter sich lassen: „Unser Ziel heißt: Rettet den OFC. Das verfolgen wir weiter, und da sind wir auf dem richtigen Weg. Natürlich gibt es ein paar kleine Störfälle, aber die sind längst überwunden.“ Auf dem Bieberer Berg wünschen sich das viele. Kürzlich meldete sich auch Thomas Kalt zu Wort, der im Sommer nach Unstimmigkeiten mit Ruhl als Geschäftsführer zurückgetreten war.

Kalt beteuerte nun, dass die finanzielle Lage weitaus weniger dramatisch sei als vielerorts verbreitet. Zu dem Streit mit dem heutigen Boss sagte er: „Ich wurde damals respektlos behandelt.“ Trotzdem müsse man im Sinne des Vereins handeln. „Es ist Zeit, den OFC wieder stark zu machen.“ Der Beistand von oben soll es nun richten.

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