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OFC - Kickers Offenbach
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06. Dezember 2012

Kickers Offenbach: Rochade mit Brisanz

 Von Sebastian Rieth
Gegen Halle auf der Bank: OFC-Kapitän Sead Mehic. Foto: Huebner/Scheiber

Offenbachs Trainer Arie van Lent wird vermutlich nicht ein weiteres Mal auf seinen Kapitän Sead Mehic verzichten.

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Offenbachs Trainer Arie van Lent wird vermutlich nicht ein weiteres Mal auf seinen Kapitän Sead Mehic verzichten.

In aller Ausführlichkeit hat Arie van Lent während der gemeinsamen Videoanalyse die Grausamkeiten seinen Spielern noch einmal vor Augen geführt. Dass die 0:1-Heimpleite gegen den Halleschen FC eine ganz fade Nummer war, sollte bei den Offenbacher Kickers auch dem Letzten klar werden. „Es gibt überhaupt nichts zu beschönigen“, raunzt der Trainer. Man merkt: Da ist einer mächtig angefressen. Als van Lent die Drittliga-Partie so sezierte, hätte sich Sead Mehic eigentlich lässig zurücklehnen können. Er hat ja nicht gespielt, der Kapitän, der Routinier, der Beißer und Kämpfer im Mittelfeld. 90 Minuten lang saß er nur auf der Bank oder machte sich mit den Reservisten hinter dem eigenen Tor warm – zum ersten Mal in dieser Saison.

Run aufs Pokalspiel

Ein neuer Zuschauerrekord kündigt sich im neuen Stadion am Bieberer Berg für das DFB-Pokalspiel am 18. Dezember (20.30 Uhr) der Offenbacher Kickers gegen Fortuna Düsseldorf an. Bereits jetzt sind 16000 Karten verkauft, davon gehen allein 4500 - für die gesamte Westtribüne - nach Düsseldorf. Im Fanshop gibt es nur 1500 Restkarten. Das Fassungsvermögen für das Achtelfinale beträgt 19300 Plätze.

„Das war überhaupt nicht schön für mich“, berichtet der Bosnier. „Als Kapitän sollte man nicht auf der Bank sitzen, sondern spielen.“ Allerdings habe der Trainer nun einmal so entschieden. „Das muss ich akzeptieren.“ Warum sich van Lent gegen seinen verlängerten Arm entschied, liegt nicht unbedingt direkt auf der Hand. Die beiden pflegen seit jeher ein gutes Verhältnis, der Trainer – keine fünf Jahre älter – hält große Stücke auf seinen defensiven Mittelfeldspieler.
Und doch ließ die Personalrochade aufhorchen. In den Spielen zuvor gegen Heidenheim (0:1) und in Wiesbaden (1:2) nahm van Lent Mehic in der Halbzeitpause vom Feld, weil er die Doppel-Sechs zugunsten eines dritten Angreifers auflöste. Das war verständlich. Nun aber beorderte er Marc Stein als gelernten Außenverteidiger ins Zentrum, um seinen Kapitän zu den Reservisten zu verfrachten.

Mehic verstimmt

Das Experiment ging gehörig schief, Stein fand sich nie zurecht und Mehic ist angefressen. Es sei egal, welches Alter man habe und wie lange man schon Fußball spiele, „wenn man auf der Bank sitzt, ärgert man sich immer“, sagt der 37-Jährige. „Ich bin der Kapitän und ich will spielen.“ Vermutlich wird er das am Freitag (19 Uhr) beim Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart II, für das sich Stürmer Mathias Fetsch nach seiner Knorpelprellung fit gemeldet hat, auch wieder von Beginn an. Van Lent scheint einzulenken: „Er hat ja keinen Denkzettel bekommen. Wir sollten das nicht zu hoch hängen, nur weil mal ein anderer auf der Sechs gespielt hat.“ Ein anderer ist aber kein Kapitän. Das ist nur Mehic.
Den Trainer habe das Gefühl beschlichen, der Bosnier sei die Tage zuvor nicht mehr so „aktiv“ gewesen. Die lange Saison habe Spuren hinterlassen. „Er ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Da habe ich ihn weggelassen“, begründet van Lent. Mehic sieht das naturgemäß anders, glaubt, dass seine Form „genauso wie bei allen anderen in der Mannschaft nicht gut war. Jetzt muss ich eben weiter Gas geben und es besser machen“, kündigt der Spielführer an.

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