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OFC - Kickers Offenbach
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31. Oktober 2012

OFC - Union Berlin: Ein Wiedersehen für Wulnikowski

 Von Sebastian Rieth
Robert Wulnikowsk hat den Ball im Blick.Foto: Huebner/Scheiber

Robert Wulnikowski bekommt heute die volle Ladung an Emotionen ab: Der Torwart der Offenbacher Kickers trifft im DFB-Pokal auf seinen Ex-Klub Union Berlin. Wulnikowski ahnt schon, dass er alle Hände voll zu tun haben wird.

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Robert Wulnikowski bekommt heute die volle Ladung an Emotionen ab: Der Torwart der Offenbacher Kickers trifft im DFB-Pokal auf seinen Ex-Klub Union Berlin. Wulnikowski ahnt schon, dass er alle Hände voll zu tun haben wird.

Robert Wulnikowski hat derzeit alle Hände voll zu tun. Wirklich verwundern mag das nicht, schließlich liegt es in der Natur der Sache, wenn man Torwart eines Fußballvereins ist und seine Kiste möglichst sauber halten will. Doch auf den Schlussmann des Drittligisten Offenbacher Kickers kamen in den vergangenen Tagen Aufgaben zu, die nicht unbedingt zu den Prioritäten seines Jobs zählen. Wulnikowski musste Auskunft geben, plaudern und fast jedem erzählen, wie das damals so war, als er fünf Jahre lang für den 1. FC Union Berlin spielte, mit dem Klub Pokalgeschichte schrieb und in den Uefa-Cup einzog.

Für den 35-Jährigen ist das anstrengend, aber es fällt ihm nicht zur Last. Sogar ein Video wurde gedreht, in dem er das eigene Tor mit Pflastersteinen zumauert. „Ich kann verstehen, dass jeder von mir etwas wissen will“, sagt der Mann mit den raspelkurzen Haaren. Schließlich bekommt er an diesem Mittwochabend (19 Uhr) im Stadion am Bieberer Berg die volle Ladung an Emotionen ab: Wiedersehen mit dem ehemaligen Verein, noch dazu in der zweiten Runde des DFB-Pokals – das ist genau nach seinem Geschmack.

"Wulle" fühlt sich wohl

Wenn sich Wulnikowski an die Jahre in Köpenick erinnert, dann gerät er ins Schwärmen, spricht von einer „Klasse-Zeit“ und davon, beinahe alles erreicht zu haben. Von der Regionalliga stieg er bis in die Zweite Bundesliga auf, saß 2001 beim verlorenen Pokalfinale gegen den FC Schalke 04 auf der Bank und tourte anschließend mit den Eisernen durch Europa. „Die Erfolge waren grandios“, sagt Wulnikowski. Wirklich viele Leute kennt er bei seinem ehemaligen Arbeitgeber aber nicht mehr: Den zweiten Torwart Jan Glinker, den Zeugwart, die Physiotherapeuten. „Die anderen haben alle schon mit dem Fußball aufgehört“, sagt der Keeper und lacht: „Schließlich bin ich auch nicht mehr der Jüngste.“

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Vor 35 Jahren wurde er im polnischen Bydgoszcz geboren, in Offenbach flachst man gerne darüber. „Er hat sich sogar noch einmal fußballerisch weiterentwickelt“, lobt Arie van Lent. Den OFC-Trainer freut Wulnikowskis Alter. Dadurch bestünde kaum Gefahr, dass der Torwart im Spätherbst seiner Karriere noch einmal eine Klasse nach oben wechselt.

Ohnehin fühlt sich der Familienvater, dessen Strafraumbeherrschung van Lent als „sensationell“ bezeichnet und ihn als „komplettesten Torwart der dritten Liga“ adelt, in Offenbach pudelwohl. Seit 2008 bestritt er 169 Partien für die Kickers, wurde zum Publikumsliebling und Rekordspieler der dritten Liga. „Wulle“, der als junger Mann in Gelsenkirchen in der mittlerweile stillgelegten Zeche „Hugo“ arbeitete, ist das Ebenbild des OFC-Selbstverständnisses. Er steht für Maloche und Herzblut. Da ist es nur mehr als logisch, dass er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern will. „Das wird schon“, sagt er.

Siegprämie ist ausgehandelt

Heute Abend müssen die Kickers lediglich auf André Hahn verzichten, der nach seiner Kreuzbandverletzung zwar an Krücken läuft, aber beschwichtigt: „Mir geht es schon viel besser.“ Der Einzug ins Achtelfinale wäre nicht nur mit viel Prestige, sondern auch mit jeder Menge Geld verbunden. 535.000 Euro würden in die klammen Kassen des Klubs und ein Teil davon auch in die Taschen der Spieler fließen. „Die Siegprämie haben wir schon vor einiger Zeit ausgehandelt“, sagt Kapitän Sead Mehic. Der Erstrundensieg über den Bundesligisten Greuther Fürth ist schließlich eine ganze Weile her. Daran erinnert, warnt van Lent vor Überheblichkeit. Nur weil die Berliner im unteren Tabellendrittel der zweiten Liga stehen, denke jeder, es werde ein Klacks.

Auch Wulnikowski betont ausdrücklich, die Aufgabe gegen seinen Ex-Klub sei kein Selbstläufer. Er ahnt schon, dass er alle Hände voll zu tun haben wird. Diesmal aber nicht beim Plaudern über alte Zeiten, sondern tatsächlich zwischen den Pfosten.

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