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29. Oktober 2012

Offenbacher Kickers: Fetschs Gang nach Canossa

 Von Sebastian Rieth
Das hätte es sein können. Mathias Fetsch trifft nicht. Foto: Huebner/Scheiber

Die Offenbacher Kickers lassen beim 0:0 gegen Chemnitz wichtige Punkte liegen − auch weil ihr bester Stürmer Ladehemmungen hat.

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Die Offenbacher Kickers lassen beim 0:0 gegen Chemnitz wichtige Punkte liegen − auch weil ihr bester Stürmer Ladehemmungen hat.

Das Trikot des Chemnitzer FC hatte sich Mathias Fetsch nicht etwa über den Kopf gestreift, damit man ihn nach dem Spiel nicht erkennen und er schnell in die Kabine flüchten könne. Der Stürmer der Offenbacher Kickers ist nun wahrlich keiner, der sich vor den kritischen Fragen der Journalisten drückt. Auch dann nicht, wenn es für ihn ein verkorkster Arbeitsnachmittag gewesen ist und er mit seinen Großchancen das Drittligaspiel hätte alleine entscheiden können, ja vielleicht sogar müssen.

Zwei Hundertprozentige

Doch Fetsch, mit sieben Toren in 15 Spielen der treffsicherste Offenbacher, tat es nicht, es blieb beim 0:0 und der Stürmer wartete im Bauch des Stadions beharrlich, bis die Spieler vor ihm ihre letzten Worte gesprochen hatten und er an der Reihe war. Auch wenn Torwart Robert Wulnikowski vorher bereits klarstellte, dass ihm keiner den Kopf abreißen werde, glich es irgendwie schon einem kleinen Gang nach Canossa. „Da waren zwei Hundertprozentige dabei“, räumte der 24-Jährige sogleich ein.
In der zwölften Minute hatte ihm André Hahn, der später mit einer Zerrung im Kreuzband raus musste und zwei Wochen fehlen wird, den Ball perfekt quergelegt, in der zweiten Halbzeit brachte Fetsch nach einem Einwurf den Ball aus drei Metern nicht über die Linie. „Ich treffe nur den Torwart. Das war unglücklich“, schilderte er. Gerade in dieser Phase, als die Kickers das Spiel an sich rissen und klar die bessere Mannschaft waren, hätte ein Treffer wohl den siebten Saisonsieg bedeutet. „Wir haben es immer wieder versucht, aber uns hat die Genauigkeit gefehlt“, analysierte Arie van Lent. Deshalb sei es schlichtweg eigenes Verschulden, die drei Punkte liegen gelassen zu haben. „Einen“, sagte der Trainer in Richtung seines glücklosen Angreifers, „muss er mindestens machen.“ Darüber gab es keine zwei Meinungen.

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Nun ist es aber auch so, dass Fetsch mit seinen Toren und dem Riecher für den richtigen Moment in den vergangenen Partien den Kickers nur allzu oft schon wichtige Zähler gesichert hat. Deswegen kann er die Fehlversuche verkraften: „Wir müssen damit leben und es abhaken.“ Auch wenn ein bisschen Enttäuschung zurückbleibt. Schließlich „bringen uns die Unentschieden jetzt auch nicht so viel weiter“, sagte Sturmkollege Thomas Rathgeber.
Es war nach dem 2:2 in Münster das zweite in Serie, aber insgesamt schon das zwölfte Spiel nacheinander, dass die Kickers nicht mehr verloren haben. Eine Glückssträhne, die in Offenbach noch nicht jeden hinter dem Ofen hervorlockt. Nicht einmal 6000 Zuschauer fanden am Samstagmittag den Weg auf den Bieberer Berg – zu wenig, findet van Lent. „Man kann nicht immer nur von Tradition und Aufstieg reden. Dann müssen sie auch aus ihrer Tür raus.“ Das schlechte Wetter sei keine Entschuldigung dafür. „Es muss hier niemand schwimmen.“

Am Mittwoch gegen Union

Die aktuelle Entwicklung rund um die Mannschaft mache ihm Mut für die nächsten zwei Spiele. „Die sind nicht ganz unwichtig“, sagte van Lent. Das war dann schon ziemlich untertrieben. Am Mittwoch kommt Zweitligist Union Berlin zum Zweitrundenpokalspiel nach Offenbach, am Samstag tritt das Team im Drittliga-Derby in Darmstadt an. „Wir haben jetzt ein paar Tage, um uns zu regenerieren“, sagt Fetsch. „Dann wollen wir alles geben.“ Und der Torjäger selbst natürlich wieder treffen.

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