Es gibt Fußballspieler, die können eine Partie ganz alleine entscheiden. Ein, maximal zwei geniale Momente reichen ihnen aus, um das eigene Team zum Sieg zu führen, um aus zwei gleichwertigen Mannschaften eine erfolgreiche zu machen. Auch die Offenbacher Kickers haben so einen speziellen Kicker in ihren Reihen: Elton da Costa, der Ballverteiler, der Dirigent des Drittligisten machte beim 3:0 (1:0)-Heimsieg des OFC gegen Preußen Münster am Freitagabend den Unterschied.
Zum ersten Mal seit dem zwölften Spieltag, dem Derby in Darmstadt, stand der Brasilianer wieder in der Startelf. Ein Muskelfaserriss hatte in dieser Zeit seinen Einsatz verhindert, doch nun ist da Costa wieder da und bewies gleich, wie wichtig er für die Kickers ist.
Zwei Vorlagen von da Costa
Zwar blieb der Kapitän mit der leuchtend roten Binde am Arm im Aufbau meist blass, in den entscheidenden Momenten war er allerdings zur Stelle. In der 27. Minute zirkelte er eine Freistoß-Flanke direkt auf die Stirn des aufgerückten Innenverteidigers Markus Husterer, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. Und auch beim zweiten Offenbacher Tor lieferte der Standard-Spezialist da Costa die Vorarbeit, sein Freistoß fand in Stefan Vogler erneut einen dankenden Abnehmer (53.).
„Vor dem Spiel sprechen wir natürlich darüber“, so der Scharfschütze. „Die Jungs wissen, wohin die Bälle kommen.“ Der OFC besiegte Preußen Münster mit Köpfchen und da Costa. In der 84. Minute setzte dann der eingewechselte Stefano Cincotta mit dem 3:0 den Schlusspunkt. Er nutzte die beherzte Vorarbeit von Stefan Kleineheismann trocken vom Strafraumeck zu seinem ersten Drittliga-Tor.
Sicher ging der Sieg gegen den Aufsteiger aus dem Münsterland am Ende in Ordnung, Glück hatten die Gastgeber aber auch gehabt. Die Anfangsphase verschliefen die Kickers – wieder einmal – völlig. Philip Heise und Björn Kluft hatten in den ersten neun Minuten so große Chancen, wie im Rest der Partie nicht mehr.
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„Da war ich schon ziemlich verärgert“, gab OFC-Trainer Arie van Lent zu. „Aber dann haben die Jungs alles gegeben, um zu gewinnen.“ Unter Flutlicht sah das, was der OFC ablieferte, extrem nach Arbeit aus. Kampf und weite Laufwege kaschierten schlechten Spielaufbau – und ein besonderer Fußballer machte den Unterschied.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||
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