Am Montagnachmittag ging es für die Offenbacher Kickers auf die Autobahn. Mehr als vier Stunden Busfahrt standen an, ehe der Tross des hessischen Fußball-Drittligisten am Abend in München landete und ein Hotel bezog. Am heutigen Dienstag (18 Uhr) ist der OFC im Nachholspiel bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern München zu Gast. Und da will der momentane Tabellendritte den durch den 2:1-Heimsieg am vergangenen Freitag gegen Rot-Weiß Erfurt auf vier Punkte vergrößerten Vorsprung von vier Punkten auf den Vierten SV Wehen Wiesbaden möglichst auf sieben Zähler ausbauen.
Angesichts des Umstands, dass die Bayern-Reserve Tabellenletzter ist, wird allgemein mit einem Offenbacher Sieg gerechnet. Thomas Gerstner weiß um die Erwartungen. Aber auch, dass die Partie kein Selbstläufer ist. Der neue Kickers-Trainer wäre − wie schon gegen Erfurt − auch in München mit einem „dreckigen Sieg“ zufrieden, sähe es aber lieber, wenn seine Mannschaft im Stadion an der Grünwalder Straße auch fußballerische Fortschritte zeigte. Gerstner hofft, dass seine Spieler die von ihm seit seiner Amtsübernahme am vergangenen Montag vermittelten Trainingsinhalte „von Beginn an besser und im Laufe des Spiels mehr umsetzen“. Dann, da ist sich der 44 Jahre alte Fußballlehrer sicher, „sind wir in der Lage zu gewinnen“.
Die Zuversicht, dass der OFC in der bayerischen Landeshauptstadt besser Fußball spielt als lange Zeit gegen Erfurt, bezieht der Trainer auch aus der psychologischen Wirkung, die der eminent wichtige Sieg gegen die Thüringer hatte. Gerstner hat in den Tagen nach dem Spiel vom Freitag „eine gewisse Lockerheit“ bei seinen Mannen ausgemacht. Ohne dass dabei „die Ernsthaftigkeit fehlt“, seien die Kickers-Profis mit noch mehr Spaß und Selbstvertrauen bei der Sache gewesen.
Pause für Mesic und Mehic
Gerstner kann das nur recht sein. Schließlich folgt auf das Gastspiel in München am kommenden Samstag (14 Uhr) die Partie beim Tabellenzweiten Hansa Rostock. Einen Sieg heute vorausgesetzt, würde der OFC den Rückstand auf die Norddeutschen auf zehn Punkte verkürzen und könnte somit bei einem weiteren Erfolg in der Hansestadt die Rostocker im Rennen um den direkten Aufstieg in die Zweite Bundesliga vielleicht noch mal ein bisschen nervös machen.
Auch wenn die Partie in München natürlich Priorität besitzt, so hat der OFC-Coach bei seinen personellen Planspielen die samstägliche Begegnung bereits mit einbezogen. Denn neben dem länger fehlenden Elton da Costa (Innenbandriss im Knie) sowie Denis Berger (fünfte Gelbe Karte) und dem verletzten Steffen Haas (Schleimbeutelentzündung im Knie) hat Gerstner auch Angreifer Mirnes Mesic und Mittelfeldakteur Sead Mehic zu Hause gelassen. Beide erhalten eine Verschnaufpause, damit sie in Rostock topfit sind. Daniel Henrich, Marcel Stadel, Markus Hayer und Marius Laux sind dafür mit nach München gefahren. Der veränderte Kader hat natürlich Auswirkungen auf die Startformation. Vier Spieler muss Gerstner ohnehin ersetzen. „Es wird aber noch mehr Änderungen geben“, sagt er.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||
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