Das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik – Inbas GmbH bietet seit 20 Jahren Forschung und Beratung in den Bereichen Arbeitsmarkt, berufliche Aus- und Weiterbildung, Beschäftigungsförderung und soziale Integration von gesellschaftlichen Randgruppen in nationalen und internationalen Kontexten an. Es hat acht Büros, auch in Mexiko, in Belgien, Hamburg und Berlin. Seit dem Jahr 2000 ist das Hauptbüro in Offenbach. Hier arbeiten die Geschäftsführer Nader Djafari und Joachim Winter.
Welche großen Herausforderungen im Bildungswesen sehen Sie zurzeit in Offenbach?
Joachim Winter ist einer der Geschäftsführer von Inbas. Er arbeitet dort seit 1991 für den Schwerpunkt „Nationale Projekte“. Der gelernte Erziehungswissenschaftler war lange Zeit in der Jugendberufshilfe tätig. NNader Djafari ist seit 1995 bei der Inbas und ebenfalls Geschäftsführer. Er ist gelernter Ingenieur und Erziehungswissenschaftler und erhielt 2005 das Bundesverdienstkreuz für die berufliche Bildung von Jugendlichen.
Joachim Winter: Dringenden Handlungsbedarf gibt es vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels auf zwei Gebieten: Wie kann man die Zahl der Ausbildungsabbrecher reduzieren und wie kann man Kinder aus bildungsfernen Familien besser beruflich integrieren.
Welchen Beitrag leistet die Inbas dazu?
Nader Djafari: Wir sind ein Entwicklungsinstitut und tüfteln an neuen Konzepten. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben wir beispielsweise einen neuen Typ von Institution für Jugendliche entwickelt, die bislang Hilfsangebote nicht nutzten. Es handelt sich um besonders benachteiligte junge Menschen im Alter zwischen 15 und 17. Bisher tauchten solche Jugendliche Jahre später wieder mit gravierenden Problemen auf. Um ihnen möglichst früh zu helfen, sollen sie in den sogenannten Kompetenzagenturen niederschwellig angesprochen, begleitet und an die Hilfssysteme wie Beratungsstellen herangeführt werden. Offenbach ist eine von 200 Kommunen, die eine solche Kompetenzagentur übernommen haben.
Wie trägt die Inbas dazu bei, die Quote der Ausbildungsabbrüche zu reduzieren?
Djafari: Wir sind an dem hessischen Modellprojekt „Qualifizierte berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb (Quabb)“ beteiligt, das seit Anfang 2009 bis zum Herbst 2013 läuft. Das Konzept beinhaltet zum einen die direkte Intervention, wenn ein Ausbildungsabbruch droht, zum anderen entwickeln wir ein Präventionsmodell, damit die Beteiligten frühzeitig Fehlentwicklungen erkennen können. Gleichzeitig arbeiten unsere Mitarbeiter mit allen Institutionen eng zusammen, die in solchen Fällen helfen können, beispielsweise der Drogen- und Schuldnerberatung, aber auch mit Nachhilfeinstitutionen und Einrichtungen für die sozialpädagogische Unterstützung. Wichtig ist, dass unser Projekt den Beteiligten bekannt ist.
Wie werden die Berufsschulen einbezogen?
Djafari: Hier sind wir ständig präsent bis hin zu regelmäßigen Sprechstunden. Es gibt in den Berufsschulen aber auch Beratungslehrer, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Die Kammern und ihre Ausbildungsberater sind ebenfalls einbezogen. Eines der Geheimnisse unseres Erfolges ist, dass wir immer interdisziplinär arbeiten. Denn es gibt eine Reihe von Problemen, die man nicht aus einer Disziplin heraus beantworten kann. Der Abbruch einer Ausbildung geschieht nie aus einem Grund und selten von heute auf morgen. Wir brauchen ein Frühwarnsystem, damit man auf erste Signale einer Fehlentwicklung schnell reagieren kann.
Die Inbas war aber auch an der Entwicklung von Landesprogrammen beteiligt.
Winter: Wir knüpfen oft an schon bestehende Aktivitäten an, bringen unsere fachlichen Kenntnisse ein und moderieren den Entwicklungsprozess. Im Ergebnis entstehen daraus neue Konzepte. Ein Beispiel dafür ist die Hessische Landesstrategie Olov – Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen.
Was verbirgt sich hinter dieser Strategie?
Djafari: Der Ursprung war der hessische Ausbildungspakt. Wir haben gesehen, dass sich in dem Bereich des Übergangs zwischen Schule und Beruf bis zu 30 Institutionen engagieren. Einerseits wird manche Unterstützung doppelt angeboten, andererseits gibt es Lücken. Die Abstimmung und Koordination waren teilweise verbesserungswürdig. Im Rahmen des Paktes haben wir mit den Partnerinstitutionen dafür Lösungen gefunden. Das Ergebnis sind die hessischen Olov-Qualitätsstandards, die inzwischen von allen hessischen Kommunen und Landkreisen umgesetzt werden.
Welchen Beitrag hat die Inbas in Offenbach zur Beschäftigungsförderung geleistet?
Winter: Hier haben wir in Kooperation mit der Stadt und dem SGBII-Träger Main-Arbeit festgestellt, dass erwerbslose, alleinerziehende Mütter eine flexible Kinderbetreuung brauchen, um überhaupt arbeiten zu können. Mithilfe der Modellkita Potzblitz und Kinderfrauen ist es gelungen, ihnen bedarfsgerechte Kinderbetreuung anzubieten und dadurch den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen.
Welche Projekte verbinden Inbas und die Stadt Offenbach außerdem?
Djafari: Es besteht eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Eigenbetrieb Kitas, mit der Volkshochschule, dem Frauenbüro Offenbach und dem Sozialdezernat der Stadt. Außerdem sind wir in dem von Bürgermeisterin Birgit Simon einberufenen Gremium Kompetenzteam Zusammenleben vertreten, in dem Vorstände der Migrantenorganisationen mit Verantwortlichen der Stadt über Fragen des Zusammenlebens in Offenbach diskutieren und Veränderungen einleiten.
Welche neuen Themen werden Sie aufgreifen?
Djafari: Die Frage der Nachhaltigkeit wird auch in der beruflichen Bildung wichtiger. Betroffen davon ist auch die Art und Weise des Lehrens und Lernens. Dafür ist ein neues Selbstverständnis der Lehrkräfte notwendig. Lehrer verstehen sich vor allem als Wissensvermittler. Sie werden aber künftig noch mehr das selbstständige Lernen der Schüler ermöglichen, fördern und beratend begleiten.
Das Gespräch führte Sigrid Aldehoff
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||