Für höhere Ämter war sie schon öfter im Gespräch. „Richtig schwergefallen“ sei ihr die Entscheidung, in Offenbach zu bleiben, als aus Köln eine Anfrage für die neue nordrhein-westfälische Landesregierung gekommen sei, sagt Birgit Simon (54). Jetzt ist sie aber doch noch schwach geworden. Parteifreunde hatten sie gedrängt, Erste Beigeordnete im Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main zu werden. Nach langem Zögern willigte Offenbachs Bürgermeisterin ein. Am 29. Februar steht ihre Wahl, tags darauf ihr Amtsantritt an.
Nach achteinhalb Jahren stellt sich das dienstälteste Magistratsmitglied Offenbachs nun neuen Aufgaben. Und leitet damit das Ausscheiden gleich dreier Offenbacher Dezernenten ein, deren Amtszeit am 6. September endet.
Im Regionalverband wird Simon für Flächennutzungsplanung, Windenergie, Verkehr und kommunale Zusammenarbeit verantwortlich sein. Ein weiterer Karrieresprung für die einstige Wetterauer Frauenbeauftragte oder einfach nur ein Akt der Parteiräson?
„Auf jeden Fall eine neue Herausforderung“, weicht Simon ein wenig aus. Seit der Kommunalwahl 2011 gehört sie der Regionalversammlung an. Und als Hauptamtliche im Regionalverband, für den die neue rot-grüne Mehrheit bewusst eine erfahrene Großstadtpolitikerin wie sie gesucht hatte, werde sie die Belange von 75 Kommunen zu berücksichtigen, den Windenergieplan für Südhessen umzusetzen und an der Seite des künftigen Verbandsdirektors Ludger Stüve (SPD) das Zusammenwachsen der Metropolregion voranzutreiben haben. „Wir werden dazu mit der SPD eine Agenda aufsetzen“, sagt die Grüne, „und dann legen wir los.“
Wer die energiegeladene, zielstrebige und als kompetent geltende Grünen-Politikerin kennt, zweifelt nicht an diesen Worten. In Offenbach hat die erste Frau auf dem Bürgermeisterposten als Umwelt- und vor allem als Sozialdezernentin viel bewegt: die Kinderbetreuung ausgebaut, soziale Hilfen auf den Weg und die Integration vorangebracht, das Umweltamt aufgebaut und für Schwung beim Klimaschutz gesorgt. Als Baustelle hinterlässt sie die vom Land nicht genehmigte Umweltzone samt Fahrbeschränkungen für Lastwagen.
Meist erhielt sie für ihre Arbeit Anerkennung über Parteigrenzen hinweg. Richtig im Kreuzfeuer stand sie nur, als ihr Einsatz für die kommunale Förderung der privaten Erasmusschule die damalige Ampelkoalition erhitzte. Einen Dämpfer gab es für die erfolgsverwöhnte Grüne, als sie 2011 als OB-Kandidatin antrat, aber hinter dem Kommunalwahlergebnis ihrer Partei zurückblieb.
Ihre Arbeit in Offenbach, wo sie 2003 als Stadträtin begann und seit 2006 Bürgermeisterin ist, habe ihr Spaß gemacht, sagt Simon. Doch sie sei neugierig auf neue Themen. Und jetzt sei vom Alter und auch von der Berufsbiografie her der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel.
„Schöne Jahre, anstrengende Jahre“ seien das in Offenbach gewesen. Scheidet sie mit Wehmut? Nein, sagt die in Freiburg geborene Politikwissenschaftlerin. „Ich brauche eben immer ein bisschen länger für eine solche Entscheidung. Doch nun ist es gut.“
Erleichtert habe ihren Entschluss, dass sie Offenbach nicht zu verlassen brauche. Der Stadt bleibe sie verbunden, ihre Partei werde sie hier weiter unterstützen. Auf die Frage, ob der Verbandsposten ein Sprungbrett für den Wechsel in eine 2013 mögliche rot-grüne Landesregierung sei, sagt sie: „Ich bin nicht auf der Flucht. Es ist mir nicht leicht gefallen, nochmals ein neues Feld zu eröffnen.“ In nur zwei Jahren ließen sich ihre Aufgaben im Regionalverband nicht bewältigen.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||