Hermann wer? Der Name des Festredners beim CDU-Neujahrsempfang am Sonntagmorgen im Büsing-Palais ist Menschen abseits der Union nicht allzu geläufig. Das mag daran liegen, dass der 2009 vom Amt des Kanzleramtsministers auf den Posten des CDU-Generalsekretärs gewechselte Hermann Gröhe sich nicht wie manch seiner Vorgänger als Wadenbeißer hervorgetan hat.
Der Jurist und vierfache Familienvater aus Nordrhein-Westfalen mit enger Bindung an die Evangelische Kirche hat sich offenbar seine Eigenständigkeit bewahrt. Mitte der 90er Jahre machte er zusammen mit Ronald Pofalla und Norbert Röttgen als „Pizza-Connection“ beim Austausch mit jungen Grünen-Abgeordneten bei einem Bonner Italiener von sich reden. 2003 fiel er auf, als er sich abweichend von der Parteilinie gegen den US-Militärschlag im Irak aussprach.
In Offenbach, wo er beim Publikum durch seine Anerkennung des Selbstbewusstseins gegenüber dem großen Nachbarn Frankfurt zu punkten weiß, spult er pflichtbewusst seinen „Werbefilm“ für die Soziale Marktwirtschaft und das erfolgreiche Krisenmanagement seiner Kanzlerin ab. Gröhe geißelt aber auch den braunen Terror als „Schande für dieses Land“ und fordert eine Aufarbeitung der behördlichen Fehler. Allerdings rechtfertigt er im selben Atemzug die staatliche Überwachung der Linken.
Wie Offenbachs Parteichef Stefan Grüttner vergisst auch er nicht eine Solidaritätsadresse an die gebeutelten Manroländer. Die Firmenpleite, für Grüttner durch Missmanagement entstanden, ist so ziemlich das einzige Defizit an diesem Morgen, das der Kreisverbandsvorsitzende nicht der Offenbacher Koalition anlastet. 2011 sieht er als „verlorenes Jahr“ für Offenbach. Die Probleme wüchsen der Stadt über den Kopf, die Union nach der Kommunalwahl als stärkste politische Kraft nicht in die Mitgestaltung einzubinden, sei ein Fehler.
Erst jetzt, spottet Grüttner, verstehe er das Wahlziel „Bildung“ des Regierungsbündnisses: Drei Lehrer sollten nun den hauptamtlichen Magistrat stellen, spielt er auf Horst Schneider (SPD), Peter Schneider (Grüne) und Felix Schwenke (SPD) an. Auch die FDP bekommt ihr Fett weg. Grüttner spricht von einer „unseligen Allianz“ der FDP mit Linken und „Republikanern“, um sich einen Sitz im Magistrat zu sichern.
Und dann räumt der Flughafen-Ausbaubefürworter doch ein, was er vor wenigen Jahren noch abgestritten hatte: „Es ist lauter geworden. Lauter, als jede Berechnung erwarten ließ.“ Die CDU stehe hinter der Lärmminderung, auch in Tagesrandzeiten. Die Umsetzung der Mediation reiche nicht.
Neue Töne kommen an diesem Morgen auch von der Concordia Bieber. „Ich interessier’ mich einfach nicht für Fußball“, singt der Chor im EM-Jahr. Ob’s stimmt?
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Offenbach bangt um einen großen Arbeitgeber: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||