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21. Januar 2013

CDU-Neujahrsempfang: Prominente Unterstützung zum Start ins Jahr

 Von Oliver Heil
Minister unter sich: Stefan Grüttner begrüßt Kristina Schröder.  Foto: Weis

Ministerin Kristina Schröder spricht auf dem CDU-Neujahrsempfang. Sozialminister Stefan Grüttner rechnet mit dem Oberbürgermeister ab.

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Die höchste Erregung im Saal bewirkt Kristina Schröder an einer Stelle ihrer Rede, an der sie selbst nicht damit gerechnet hat. Sie spricht gerade über die Ehe und darüber, dass Moral und Finanzen nicht mehr über Trennung oder Zusammenbleiben entscheiden. „Wenn zwei Menschen 50 Jahre miteinander leben, mögen sie sich wahrscheinlich wirklich.“ Das Gemurmel im voll besetzten Saal des Büsing-Palais will gar nicht mehr aufhören. Die Bundesfamilienministerin spricht aber routiniert weiter.

Andere Passagen ihrer Rede hätten Konservative früher skeptischer aufgenommen. Doch beim Neujahrsempfang 2013 der Offenbacher CDU am Sonntag kommt Schröders Mischung aus konservativen Familienwerten und moderner Rollenverteilung gut an. Für Sätze wie: „Die Bedürfnisse der Familien sind nicht nur Sand im Getriebe der Arbeitswelt“, bekam sie genauso viel Beifall wie für ihre Abrechnung mit linker Familienpolitik.

Den prominenten Gast verdankten die Offenbacher ihrem Kreisverbandschef, Hessens Sozialminister Stefan Grüttner. Grüttner sei einer der ersten gewesen, der ihr Rat gespendet habe, als sie das Ministeramt übernahm, berichtete Schröder. Im Gegenzug habe sie versprochen, mal auf einen Neujahrsempfang in Offenbach zu kommen.

Der so Gelobte widmete sich ganz dem politischen Gegner vor Ort. „Der Oberbürgermeister hat den Bezug zur Realität verloren“, polterte Grüttner. Über Jahre sei Geld ausgegeben worden, das die Stadt nicht habe. Das gelte jetzt beim Wetterpark-Infohaus, vor allem aber beim Klinikum. Statt den Beschluss umzusetzen, 300 Stellen abzubauen, habe der rot-grün geführte Aufsichtsrat 200 Stellen geschaffen. Jede Stadt in Hessen verzeichne 2012 ein Gewerbesteuer-Plus außer Offenbach; beim Schutzschirm mache der OB eine unglückliche Figur. „All diese Beispiel zeigen, denke ich, wie hier Politik gemacht wird“, sagte Grüttner. „Wir können eine bessere Politik für diese Stadt machen.“

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