Der Amerikaner Robert Johnson war 27 Jahre alt, als er 1938 starb. Als Blues- und Countrysänger wurde er berühmt, und man erzählt sich, er sei für sein musikalisches Talent einen Pakt mit dem Teufel eingegangen. Und: Der Künstler ist Namensgeber für einen Offenbacher Club.
Allerdings bekommen die Besucher des „Robert Johnson“ keine Country- oder Bluesmusik zu hören – vielmehr werden hier die Nächte zu elektronischen Beats durchgetanzt. Vor allem jetzt im Sommer wird der Balkon von den Clubgängern gerne genutzt, um sich mit Mainblick auf die Nacht einzustimmen, frische Luft zu schnappen oder die Sonne nach einer durchtanzten Nacht aufgehen zu sehen.
Das kleine „Robert Johnson“ wirkt fast wie ein Geheimtipp, es gibt beispielsweise kein auffälliges Schild am Gebäude. In der House-Szene hat der Club seinen festen Platz und feierte vor kurzem elfjähriges Bestehen. Mehrere Male schaffte er es in verschiedene Rankings. So belegte das „Robert Johnson“ jüngst im britischen Magazin „DJ-Mag“ Platz 29 einer weltweiten Liste über beliebte Nightlife-Locations.
„Das“, so Oliver Bauer, Booker und Labelmanager des „Robert Johnson“, „bedeutet uns aber nicht allzu viel. Viele der Clubs, die es auf die ersten Ränge geschafft haben, werden komplett oder zumindest teilweise gesponsert, während hinter dem ,Robert Johnson’ kein Sponsor steht.“
Auch was die Musik betrifft, sind die Betreiber des Clubs gegen die Verwertung großer Namen: Zwar legen durchaus bekannte Künstler dort auf, doch um zu vermeiden, dass das Publikum nur deswegen kommt, wurde eine Zeit lang kein „Line-Up“ – kein Programm – bekanntgegeben. Stattdessen konnte man sich einen Mix des jeweiligen DJs auf der Internetseite des Clubs anhören. Seit einiger Zeit wird das Programm wieder per Newsletter verbreitet, in die Musik reinhören kann man noch immer.
Nach wie vor kursieren viele Infos über Mundpropaganda oder werden online via Facebook weitergegeben. „Qualität statt Quantität“, fasst der 24-jährige Daniel Becker, der regelmäßig aus Wiesbaden kommt, das Prinzip zusammen. „Ich mag einfach die Atmosphäre total gerne. Weil der Club recht klein ist, ist die Stimmung fast schon familiär.“ Moritz Weingart, 23, ergänzt: „Der Sound ist einzigartig, der Bass ist genau richtig und der Klang ist sauber – was will man mehr?“
Die elektronische Musik ist das Wesentliche, die Einrichtung des Clubs ist minimalistisch und funktional gehalten: nackte Wände, Holzboden, schnörkellose Bar, kein Schnickschnack. Der Club fasst gut 300 Gäste. Mit beweglichen Trennwänden wird der Raum immer wieder neu gestaltet. Oft legt der Besitzer, Atanasios Macias, als „DJ Ata“ dort auf. Ricardo Villalobos, DJ Dixson oder Chloé legen auch häufig auf.
Auch der Brite Matthew Herbert ist ein gern gesehener Gast. Anfang Juli, stellte er in Offenbach seine aktuelle CD „One Club“ vor, für die er im vergangenen Jahr Aufnahmen im „Robert Johnson“ gemacht hat. Er ließ die Clubgäste verschiedene Geräusche machen, die er nun in seinen Stücken verarbeitet hat.
Auf die Idee, den Club nach der Blueslegende Robert Johnson zu benennen, kam DJ Ata spontan. Auch wenn die beiden Musikrichtungen – Blues/ Country und elektronische Musik – wenig gemeinsam haben.
Geöffnet ist freitags und samstags ab 22 Uhr, Adresse: Nordring 131, 63067 Offenbach, www.robert-johnson.de.
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| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||