Ein großes Ärgernis in der wabenförmigen Tarifstruktur des Rhein-Main-Verkehrsverbunds soll zum Ende des Jahres zumindest abgeschwächt werden: Der teure Preissprung auf der Fahrt von Offenbach nach Frankfurt soll zum Fahrplanwechsel 2012/2013 kürzer ausfallen, das Einzelticket unter vier Euro kosten. Das hat der RMV-Vorstand Bürgermeisterin Birgit Simon (Grüne) am Montag zugesagt.
Die Verkehrsdezernentin setzt sich seit Jahren dafür ein, diese Hürde für den Umstieg vom Auto auf Bus und S-Bahn zu schleifen. Seit der jüngsten Fahrpreiserhöhung müssen Offenbacher RMV-Kunden für eine Einzelfahrt in die Nachbarstadt 4,10 Euro bezahlen. Und das, obwohl sie meist nur wenige Haltestellen für die Fahrt zurückzulegen haben. Andere ÖPNV-Nutzer sind für dieses Geld auf wesentlich längeren Strecken unterwegs. In Offenbach wird das seit langem als Ungerechtigkeit im Tarifsystem empfunden.
Die Fahrt zu zweit nach Frankfurt und zurück kostet über 16 Euro. Da kommt die Tour mit dem Auto trotz Parkgebühren meist günstiger. Wird die Akzeptanz des ÖPNV durch immer neue Preisrunden ohnehin vielerorts gefährdet, nimmt sie an der Tarifgrenze Offenbach vollends ab.
Schieflage im System
RMV-Aufsichtsratsmitglied Simon bedauert diese Entwicklung. Auch die Stadt Frankfurt könne nicht daran interessiert sein, einerseits eine Umweltzone einzurichten und andererseits mehr Individualverkehr anzulocken, weil im RMV-Tarifsystem eine Schieflage bestehe.
Allerdings, räumt Simon ein, sei das Problem auch hausgemacht. Offenbach als Gesellschafter habe noch bei der Gründung des Verkehrsverbunds vor mehr als 17 Jahren geglaubt, seine Wirtschaftskraft durch die am Kaiserlei gezogene, eher abschreckende Tarifgrenze stärken zu können. Die verkehrspolitische Abnabelung habe sich aber als unrealistisch erwiesen.
Nun also soll es günstiger werden auf der Strecke. Die Eckpunkte dazu sind bereits zwischen RMV-Vorstand und Offenbach abgestimmt. Das Einzelticket soll zwischen drei und vier Euro kosten. Den genauen Betrag will der Verkehrsverbund noch ausrechnen. Die sich aus der Preissenkung ergebenden Einnahmeverluste will er durch ein erhöhtes Fahrgastaufkommen kompensieren, wenn die Fahrt zwischen Offenbach und Frankfurt durch den neuen Tarif an Attraktivität gewinnt.
Die neue Tarifregelung trägt den Namen „Kombinierte Stadtpreisstufe“. Sie wird vom Regionalverkehr, für den es andere Lösungen geben soll, abgekoppelt und ermöglicht mehr Flexibilität bei der Tarifgestaltung. Das neue Modell in Offenbach soll beispielhaft für andere Kommunen in ähnlicher Situation erprobt und ausgewertet werden.
Im Konzept einer mehrphasigen Umstellung des Tarifsystems sei es eine Vorstufe zum Ballungsraumticket und zum Entwicklungsziel eines entfernungsabhängigen Fahrpreistarifs, sagt Simon. Das Tarifsystem werde mit diesem Zwischenschritt stärker ausdifferenziert. Das sei wichtig, damit die ÖPNV-Fahrt bezahlbar bleibe. Die Stadtpreistufe jetzt aufs Gleis zu bringen, sei ein wichtiger Schritt für die Tarifreform.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
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| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||