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25. Juli 2013

Landtagswahl - Wahlkreis Offenbach-Stadt: Heike Habermann (SPD): Frau für mehr Bildung

 Von Madeleine Reckmann
Entspannt im Cafe: Heike Habermann. Foto: Rolf Oeser

Heike Habermann will es noch mal wissen. Die SPD-Landtagsabgeordnete tritt erneut in Offenbach zur Landtagswahl an. Sie möchte, dass alle Kindern mehr Chancen haben.

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Heike Habermann will es noch mal wissen. Die SPD-Landtagsabgeordnete tritt erneut in Offenbach zur Landtagswahl an. Sie möchte, dass alle Kindern mehr Chancen haben.

Offenbach. –  

Es muss gehen, trotz der Schuldenbremse.“ Heike Habermann sagt das ganz klar, überzeugt und ohne jeden Zweifel an der Umsetzbarkeit. Beim Thema Bildung möchte die Sozialdemokratin nicht sparen, im Gegenteil: Zusätzliches Geld müsse her, damit alle Kinder gleiche Chancen hätten. Wenn sie von etwas überzeugt sei, erzählt sie, sei sie konsequent, manche meinten stur. Bei der Abstimmung zum Ausbau des Frankfurter Flughafens im Landtag 2007 war sie mit Nancy Faeser die einzige Sozialdemokratin, die mit Nein votierte.

Wahlkreis

Der Wahlkreis 43 umfasst Offenbach-Stadt.

Heike Habermann ist in Offenbach aufgewachsen und lebt im Stadtteil Bieber. Sie hat eine erwachsene Tochter. Als Sozialpädagogin arbeitete sie in den 80er Jahren an der Bach-, August-Bebel- und Volkshochschule.

Seit 1999 ist sie stellvertretende Vorsitzende der SPD Offenbach. Von 1985 bis 1989 und von 1993 bis 2011 war sie Stadtverordnete. Im Hessischen Landtag ist sie seit 1999.Sie ist bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Die wichtigsten Gegenkandidaten im Wahlkreis sind Stefan Grüttner (CDU), Tarek Al-Wazir (Grüne), Oliver Stirböck (FDP) und Dieter Faulenbach da Costa (Linke).

Die SPD hat die Bildungspolitik zum Schwerpunkt für den Wahlkampf zur Landtagswahl im September erklärt. Das Gesicht, das für mehr Bildungschancen steht, ist das ihre. SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel hat die Fachfrau für Bildung aus Offenbach in sein Kompetenzteam geholt. „Als Förderpädagogin weiß man vieles, was jetzt im Fokus steht“, erklärt sie. Kein Kind sei wie das andere. Jedes brauche sein eigenes Lerntempo.

Auch ein Offenbacher Thema

Inklusion, die neunjährige Gymnasialzeit, Ganztagsschule, U3-Betreuung, Förderung der Kleinen - seit Jahren kontrovers diskutierte Themen stehen im SPD-Programm. Für sie auch Themen, die wegen der vielen nicht privilegierten Menschen in Offenbach zu ihrer Heimatstadt passen.

Habermann, selbst aus kleinen Verhältnissen, möchte das Schulgesetz ändern, um 100 zusätzliche Lehrer für die Inklusion behinderter Kinder einstellen zu können. Es soll ein Fortbildungsprogramm für Regelschullehrer geben, damit sie Inklusion besser umsetzen können. Schulen für praktisch Bildbare, wie etwa die Fröbelschule, sollen sich für Grundschulkinder öffnen. Ganztagsschulen und die U3-Betreuung möchte die SPD ausbauen, damit die kleinen Kinder mehr Förderung erfahren. Die sechsjährige Mittelstufe soll bestehen bleiben, schließlich wollen 90 Prozent der Eltern zurück zu G9. Für Jugendliche ohne Schulabschluss oder Ausbildung soll es mehr Angebote geben und die Produktionsschulen gefördert werden.

1992 wäre Habermann beinahe aus der SPD ausgetreten. Damals stimmte ihre Partei der Änderung des Asylrechts zu, die es Asylsuchenden erschwerte , einen Antrag zustellen. Für sie eine grundfalsche ‚Entscheidung. Statt auszutreten wurde sie lieber Mitglied bei Pro Asyl.

Habermann ist die Direktkandidatin für den Wahlkreis 43, den die SPD seit 1983 nicht mehr gewonnen hat. Dieses Mal will sie ihn doch bestimmt holen? Habermann winkt ab. „Das wird schwierig mit Tarek Al-Wazir als Kandidat im selben Wahlkreis“, sagt sie. Der Grünen-Politiker aus Offenbach sei sehr bekannt. Sie macht also auch keine Show. Die 58-Jährige steht auf Platz vier der Landesliste. Der Einzug ins Parlament ist ihr auch so sicher.

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