Strom- und Wasseranschlüsse sind gekappt, der Innenbereich geräumt. Jetzt beißen sich die Bagger durch die massive Stahlkonstruktion auf der Ostseite des Stadions. Ende Oktober, beim Spiel gegen Jahn Regensburg, hatten die OFC-Fans ein letztes Mal auf der Henninger-Tribüne Platz genommen. Ende der Woche, so Oberbauleiter Bastian Ulbrich vom Paderborner Generalunternehmen Bremer, soll die vierte und letzte Tribüne der alten Kickers-Arena am Boden liegen.
Im Januar werden dann die Fundamente für den Nachfolgebau aus Beton gelegt. Mit der Fertigstellung der neuen Osttribüne bis Juni 2012 soll das komplette Stadion vollendet sein. Die Arbeiten, so Bauherr Peter Walther, Stadtwerkechef und Geschäftsführer der Stadiongesellschaft Bieberer Berg (SBB), lägen weiterhin im Zeit- und Kostenrahmen.
Stattlicher Eindruck
Vor der neuen Haupttribüne an der Bieberer Straße legt die Bremer AG gerade den neuen Waldemar-Klein-Platz an. Weil das Stadion kompakter und steiler ausfällt als das alte, rückt der Neubau ein Stück weiter als bisher, nämlich 17 Meter, von der Straße weg und lässt Raum für einen 12 Meter breiten, langgezogenen Pflasterstreifen zwischen Baumreihe und Haupttribüne. Die Bieberer Straße wird künftig nur noch einspurig in Richtung Innenstadt führen. Dafür wird parallel ein Streifen mit Kurzzeit-Parkplätzen angelegt.
Das ist praktisch auch für die Bankkunden, die schnell einmal in die Sparda-Filiale in der langgezogenen Ladenzeile der Tribüne springen oder den von der Bank nur durch eine Glastür getrennten OFC-Fanshop aufsuchen möchten. Der Namensgeber will seine Geschäftsstelle schon am 21. Dezember eröffnen. Weitere 460 Quadratmeter dieser Shopping-Meile sind noch für jeweils 11 bis 13 Euro (je nach Ausbau) zu mieten, berichtet SBB-Projektleiter Frank Jalowy.
Schon von Weitem macht die neue Haupttribüne mit ihrer Fassade aus Glas und dunkelroten Klinkersteinen– eine Reminiszenz an den Vorgängerbau – einen stattlichen Eindruck.
Beim Innenleben des viergeschossigen Stadion-Herzstücks hat sich viel getan. Einige Wände strahlen im typischen Kickers-Rot. Die Böden sind verlegt, im unteren Bereich sind sie rutsch- und kratzfest aus Epoxidharz und können auch mit Stollen betreten werden, erläutert Betriebsleiter Andreas Herzog (SBB). Sanitärräume, Saunen und die in ihrer Dimension zweitligatauglichen Umkleiden sind fertig. Zum Heimspiel gegen Preußen Münster konnten sich die OFC-Spieler hier bereits umziehen. „Die neue Haupttribüne war immerhin für drei Tore gut“, freut sich Walther.
Wie groß die neuen Räumlichkeiten sind, zeigt sich an manchem Detail: So gibt es nicht nur für männliche und weibliche Schiedsrichter getrennte Kabinen, sondern auch für männliche und weibliche Randalierer: Dann heißen sie allerdings Arrestzellen.
Geradezu üppig fällt der 1200 Quadratmeter große Businessbereich aus. Zwei jeweils 400 Personen fassende Säle mit großen Glasfronten zum Spielfeld und zur Straße sowie zehn Logen mit 120 Plätzen, zentrales Catering und SBB- und OFC-Geschäftsstellen fasst das zweite Obergeschoss. Die Logen, zwei sind noch frei, können Unternehmen individuell einrichten, vom TV bis zum beheizbaren Außensessel. Mitte Januar soll der VIP-Bereich eröffnet werden. Weitere 1050 Quadratmeter werden für je 10 bis 11 Euro vermietet. Im dritten Obergeschoss schließlich wacht die Polizei über die Stadionsicherheit.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||