Der Wettkampf der Computerspiel-Szene kann wie geplant Mitte April in der Offenbacher Stadthalle über die Bildschirme flimmern. Der Magistrat werde nichts gegen die Intel Friday Night Game unternehmen, sagte Bürgermeisterin Birgit Simon (Grüne) am Donnerstag - obwohl ihre Kollegen in Stuttgart verhindert hatten, dass die Computerspieler dort ermitteln, wer der Beste ist in Spielen wie Counterstrike und Warcraft 3.
Gemietet hat die Electronic Sports League (ESL) für ihren Wettkampf zwar die Stadthalle, die zum Stadtkonzern SOH gehört. Doch bei einer Kündigung des Vertrags hätten die Veranstalter "Schadensersatz gefordert", sagte Simon. Zudem hätten die Stuttgarter den Wettkampf der Computerspieler auch deshalb verhindert, weil er kurz nach dem Amoklauf in Winnenden und in der Nähe dieses Ortes angesetzt war. In Zukunft solle die Stadthalle aber bei Anfragen, die den Jugendschutz betreffen, bei der Stadt nachfragen, sagte Simon.
Computerspiel-Experte im Magistrat
Zu Beginn der Woche hatte Simon noch gegenüber der Frankfurter Rundschau erklärt, sie lehne die Veranstaltung ab, wolle aber noch mit ihren Magistratskollegen sprechen. Das tat der Magistrat am Mittwoch und hatte dazu Michel Koch vom Jugendamt eingeladen. Er beschäftigt sich schon lange mit Computerspielen und Jugendschutz und hatte einige Szenen aus Spielen mitgebracht.
Koch wies darauf hin, dass das ausufernde Spielen von Computerspielen wie Counterstrike, Counterstrike Source und Warcraft 3 bei einzelnen Jugendlichen "potenziell negative Auswirkungen" haben könne. Zudem bestehe Suchtgefahr. Koch stützt sich auch auf Erkenntnisse von Professor Christian Pfeiffer. Der Leiter des kriminologischen Instituts in Hannover sei im November zu einer Fachtagung in Offenbach gewesen, sagte Simon und betonte, dass die Kommune stark in der Prävention engagiert sei.
Spieler müssen mindestens 16 Jahre alt sein
Wer am 17. April mitspielen oder zuschauen will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Zudem bieten die Liga-Betreiber um 15.30 Uhr eine Information für Eltern an. Simon rät Eltern, das zu nutzen und ihre Kinder sogar am Abend zu begleiten. Da liege die Verantwortung bei den Eltern. "Wir sind nicht die Obererzieher der Eltern", sagte sie. Jugendamtsmann Koch rät auch Lehrern, sich dort einmal umzuschauen.
Simon und Ordnungsdezernent Paul Gerhard Weiß (FDP) kündigten an, dass sie persönlich ansehen wollen, was da über die Bildschirme flimmert. Zudem werde das Ordnungsamt streng kontrollieren.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
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| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||