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29. Dezember 2015

Offenbach: Joggen im Halogenlicht

 Von Frank Sommer
Jogger, Radfahrer und Spaziergänger lassen das Lichtobjekt am Schleusenpark leuchten.  Foto: Monika Müller

Die zum Architektursommer erstellte Lichtinstallation mit 20 Halogenkugeln am Weg zwischen Frankfurt und Offenbach in Höhe der Staustufe soll bis zur Luminale bestehen bleiben. Stadtwerke und Projektentwicklungsgesellschaft haben die Installation dauerhaft eingerichtet.

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Wer von Frankfurt aus nach Offenbach radelt oder abends mit seinem Hund nahe der Schleuse Gassi geht, hat sie bestimmt schon gesehen: die Lichtinstallation am Schleusenpark. „Ankommen war niemals schöner“ steht auf einem Schild an der Frankfurter Stadtgrenze in Höhe der Offenbacher Staustufe geschrieben, kurz dahinter beginnt Offenbach - und die Installation. 20 Halogenlampen am Boden aneinander gereiht, führen den Rad- und Gehweg entlang.

Seit dem 9. September tauchen die Halogenlampen den Weg in den Abendstunden in ein sanftes Licht. Ursprünglich als Beitrag unter dem Motto „Brückenschlag: Städte wachsen zusammen“ zum Architektursommer Rhein-Main eingerichtet, haben die Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe (SOH) und die Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG) nun für einen längerfristigen Bestand des Lichtwegs gesorgt. Rund 8000 Euro haben SOH und OPG dafür bereitgestellt, in dem Betrag seien auch die Stromkosten enthalten, sagt SOH-Pressesprecherin Regina Preis.

Der Clou an der Installation: Durch Doppellichtschranken werden die Halogenkugeln ausgelöst, dadurch soll die Bewegung von Joggern und Radfahrern sichtbar gemacht werden. Denn die Lampen erleuchten genau in der Geschwindigkeit nacheinander, in der auch die Passanten unterwegs sind. Die Idee dazu stammt von den Künstlerinnen Judith Marlene Hartnack und Juliane Kutter. Gemeinsam mit Felix Nowak vom Frankfurter Architekturbüro „bb22“ hat die Gruppe Hackerspace das Projekt technisch umgesetzt.

Dass die Lampen dabei hinter Gitter sind, soll nicht weiter stören. Die Lichtkugeln stehen nämlich auf dem Gelände der Dienstleistungsgesellschaft ESO, das von einem Zaun umgeben ist. Die ESO und die Stadt Offenbach hatten zuvor schon den stark frequentierten Weg aufgewertet. Der Asphalt wurde verbessert und der bisher nur schwer einsehbare Radweg wurde auf einer Länge von 200 Metern verbreitert.

„Wir wollten damit nicht nur den Radverkehr fördern, sondern auch die Verbindung zwischen Offenbach und Frankfurt stärken“, sagt OPG-Projektleiter Ulrich Lemke. Zudem sorge das Licht der Kunstinstallation auf dem sonst spärlich beleuchteten Weg für mehr Sicherheit. „Bisher haben wir noch keine Rückmeldungen von Radfahrern oder Joggern bekommen“, sagt Preis, „aber wir gehen davon aus, dass die Halogenkugeln gut bei den Passanten ankommen.“

War der Beitrag zum Kultursommer zunächst nur für kurze Zeit gedacht, soll die Installation durch die Sicherungs- und Verbesserungsmaßnahmen nun mindestens bis zur Luminale, dem Lichtkulturfestival Mitte März, bestehen bleiben.

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