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Offenbach
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07. Dezember 2012

Offenbach KOMM-Center: Neuer Manager, neuer Lichthof

 Von Jörg Muthorst
Frank Middendorf (46) ist der neue Center-Manager des Offenbacher Einkaufszentrums KOMM.  Foto: Andreas Arnold

Frank Middendorf will mehr für das Image des KOMM-Centers tun. Das Einkaufszentrum soll in Offenbach und seinem Umland bekannter werden. Der erste Umbau ist bereits geplant.

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"Ich höre nicht auf Klischees", sagt der neue Center-Manager des KOMM, Frank Middendorf (46). Der gebürtige Westfale und gelernte Kaufmann fühlt sich wohl in der Stadt, hat hier bereits eine Wohnung bezogen und will später auch seine in Ostfriesland lebende Familie nachholen.

Offenbach, sagt auch Thomas Sänger, Leiter des Hamburger Koprian iQ-Managements, das seit Herbst das Center betreut, sei besser als sein Ruf. Es gebe viele gute Gründe, selbstbewusst Offenbacher zu sein. Das werden auch die Einzelhändler des Treffpunkt-Gewerbevereins gerne hören, mit dem Middendorf schon Kontakt aufgenommen hat und mit dem er bei Aktionen oder den Öffnungszeiten kooperieren will.

In der dreijährigen Geschichte des Shopping-Centers ist Middendorf, der zuletzt ein Einzelhandelsunternehmen führte, bereits der fünfte Manager. Er ist seit Mitte November für das KOMM verantwortlich und bringt 29 Jahre Erfahrung im Textilhandel mit.

Während das 2006 gegründete und schnell wachsende Koprian-Unternehmen mit dem KOMM bereits sein 13. Center managt, ist das Offenbacher Haus das erste Einkaufszentrum, das Middendorf leitet. Er freue sich auf diese Herausforderung“, sagt der Fußballfan, der gerne die Spiele des Kultvereins FC St. Pauli verfolgt hat und sich nun auf die Offenbacher Kickers freut.

Vom KOMM ist er begeistert: „Man kann eine ganze Menge daraus machen.“ Nach Sängers Erfahrung ist das bei vielen Centern der Fall. Oft sei ihr Potenzial noch gar nicht ausgeschöpft. Beim KOMM sei der Image-Aufbau zu sehr dem Zufall überlassen worden. Eine auf Offenbach und seine Nachbarkommunen zielende Werbekampagne soll das ändern.

Eine Kundenbefragung, so Sänger, habe ergeben, dass die Hälfte der Offenbacher nichts mit dem KOMM anzufangen wisse. Und selbst Stammkunden wüssten oft nicht, welche Geschäfte sich im Haus befänden. Zeit also, „die Hausaufgaben zu machen“.

Schon Anfang kommenden Jahres soll eine Center-Zeitung nicht nur den Kunden aufzeigen, welchen Branchenmix und welche Qualität das KOMM zu bieten hat, sondern auch das Miteinander im Haus fördern. „Viele Mieter“, bedauert Middendorf, „kennen sich untereinander gar nicht.“

Im Sommer hatte Projektentwickler Hochtief das KOMM an die Frankfurter MGPA-Gesellschaft verkauft. Der neue Eigentümer plant erste bauliche Veränderungen, denkt über einen zweiten Lichthof am Seiteneingang in der Großen Marktstraße nach. Eine weitere Rolltreppe soll hier in den ersten Stock führen und die Funktionalität des Rundlaufs in der Mall erhöhen.

Koprian will die Wirtschaftlichkeit des Hauses erhöhen, dann auch mit Q-Park über die von vielen Mietern und Kunden kritisierte Höhe der Parkgebühren reden. Eine Beschilderung in dem noch nicht ans neue Parkleitsystem der Stadt angeschlossenen Parkhaus soll bessere Orientierung geben.
Noch immer stehen acht Läden leer. Auch im Gesundheitszentrum im Obergeschoss ist noch Platz. Im Gespräch ist gerade ein Allgemeinmediziner.

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