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07. März 2014

Reden wir über Offenbach: „Wir lehren Kinder Selbstvertrauen“

 Von 
Sheila Gaff, Mixed-Martial-Arts-Fighterin, betreibt eine Kampfschule für Kinder in Offenbach.  Foto: Sascha Rheker

In den USA nannte man sie „The German Tank“. Sheila Gaff gehört zu Deutschlands bekanntesten Mixed Martial Arts-Sportlerinnen. Seit Januar betreibt sie eine Schule in Offenbach. Im Interview spricht sie über die Unterschied zum Straßenkampf und über gute Gründe, Kindern das Kämpfen beizubringen.

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Offenbach –  

Frau Gaff, wenn man sich ihre Kämpfe anschaut oder auch andere Mixed-Martial-Arts-Duelle, sieht das oft wie eine ordinäre Straßenschlägerei aus. Täuscht der Eindruck?

Der Straßenkampf kennt keine Regeln. Im Mixed Martial Arts gibt es hingegen ziemlich strenge Regeln. So umfasst das "Buch der Fouls" viele Seiten. In Kurzform kann man sagen, dass alles, was schwere gesundheitliche Schäden hervorruft, streng verboten ist. Angriffe auf Genitalien, Wirbelsäule oder Hinterkopf zum Beispiel. Zudem ist es auch streng untersagt, sich seinem Gegner gegenüber respektlos zu verhalten. Wer das missachtet, wird in keiner seriösen Organisation einen Platz finden. Was Kritiker oft als straßenkampfähnlich bezeichnen, ist der Bodenkampf und das Schläge auf einen unten liegenden Gegner erlaubt sind. Der Bodenkampf ist aber eine äußerst technische Sache, die viele Jahre hartes Training erfordert. Schläge am Boden haben aufgrund der kurzen Distanz meist keine große Wirkung und sind oft nur dazu gedacht, eine Lücke beim Gegner zu schaffen, um ihn zur Aufgabe zu zwingen. MMA ist alles andere als Straßenkampf.

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Trotzdem sieht es rabiater aus als andere Kampfsportarten. Alles wirkt überfallartig. Es sind relativ kurze, schnelle Kämpfe.

Manche sind schnell, andere weniger schnell. Wenn der Kampf im Stand stattfindet, dauern die Kämpfe meist etwas länger, so wie in anderen Kampfsportarten auch. Der einzige Unterschied ist der Tap oder das Abklopfen, was die Aufgabe signalisiert. Das wird meist dann gemacht, wenn man sich in einer ausweglosen Situation, einem Hebel oder einer Würgetechnik befindet. Das kann manchmal schon schnell gehen. Aber generell muss man sich auf einen drei mal fünf bis fünf mal fünf Minuten Kampf einstellen, was wohl keineswegs kurz ist.

Sie haben schon vom Training gesprochen. Was zeichnet das MMA-Training aus?

Das Besondere ist, dass es sehr vielseitig ist. Damit hältst du deinen ganzen Körper fit. Es gibt viele verschiedene Elemente, so wird es auch nie langweilig. Wir machen das hier in unserer Schule so, dass wir das Training in verschiedene Disziplinen splitten. Zum Beispiel: Ringen, Thai-Boxen und Bodentraining. Du trainierst wirklich jeden Aspekt aus dem waffenlosen Kampfsport.

MMA ist ja eigentlich erst in den letzten Jahren populär geworden. Sie machen das aber schon eine ganze Weile...

Ich habe mit 13 bei meinem Trainer Andre Balschmieter angefangen, bei dem ich immer noch Schülerin bin. Begonnen hat es mit meinen Eltern. Die haben Karate gemacht. Ich hatte eine Menge überschüssige Energie, die raus musste. Also haben sie mich irgendwann mitgenommen zur Probestunde im MMA, und ich fand es toll, dass es so abwechslungsreich ist. Mein Trainer hat nach etwa drei Jahren gesehen und erkannt, dass ich Potenzial habe. Also hat er mich gefragt, ob ich einen Kampf machen will. Ich habe Ja gesagt und nachdem ich diesen für mich entscheiden konnte, wollte ich immer weitermachen.

Waren Sie damals das einzige Mädchen beim MMA?

Da waren noch zwei andere dabei, aber die meisten waren Männer. Mittlerweile sind wir hier bei uns so weit, dass die Hälfte unserer Mitglieder Frauen sind.

Sie haben im MMA ziemlich schnell Karriere gemacht. Letztes Jahr wurden Sie sogar in die US-amerikanische Ultimate-Fighting-Championship unter Vertrag genommen. Ihr Kampfname war „The German Tank“, der deutsche Panzer. Wie hat Ihnen dieser Spitzname gefallen?

Ich habe ihn mir ja nicht selber gegeben, aber ich fand ihn auch nicht schlimm.

Würden Sie sagen, er passt?

Ab und zu. Ich gehe schon gerne nach vorne und überrolle sozusagen die Gegner.

Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite.

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