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06. Dezember 2012

Skyliners-AG: Basketball für alle

 Von Madeleine Reckmann
Trifft er? Bundesligaspieler Konstantin Klein spielt mit Kindern der Geschwister-Scholl-Schule. Foto: Andreas Arnold

Die Geschwister-Scholl-Schule beheimatet die 125. AG der Skyliners Frankfurt im Rhein-Main-Gebiet.

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Ariana übt so gerne Sprungstopps. Die Elfjährige stemmt beide Beinen fest auf den Boden und wirft den Ball kraftvoll ihrer Mitspielerin zu. Den Ball durch die Halle und sogar unter den eigenen Beinen hindurch dribbeln, hat sie auch schon gelernt.

Ariana besucht wie ihre Freunde Henna und Maher die Basketball-AG an der Geschwister-Scholl-Schule. Das ist die 125. AG im Rahmen des Programms „Basketball macht Schule“, die die Skyliners im Rhein-Main-Gebiet anbieten. Grund genug für den Frankfurter Verein, den Bundesligaspieler Konstantin Klein in die AG einzuladen. Die Kinder sind begeistert. Klein spielt mit ihnen Basketball – Pass, Pass, Korb.

Die Skyliners stellen nicht nur den Trainer für das einmal in der Woche stattfindende Training. Sie organisieren auch Ersatz, sollte er erkranken. Diese Zuverlässigkeit freut die Schulen, die das Nachmittagsprogramm zu organisieren haben. Laut Eduard Schneider, Schulsportkoordinator und Fachberater beim Staatlichen Sportamt, ist das Engagement der Skyliners vorbildlich. Denn sie nehmen den Schulen Arbeit ab. Meist müssten die Schulen bei Vereinen um ein Angebot werben. Hier sei es umgekehrt.

„Unser Ziel ist es, dass sich mehr Kinder in den Vereinen anmelden“, sagt Gunnar Wöbke, stellvertretender Vorsitzender der Skyliners. Basketball soll populärer werden, mehr Menschen sollen Basketball spielen und mehr die Spiele anschauen. 3000 Kinder erreicht der Verein in den 125 AGs zurzeit. Es sollen weitere 125 hinzukommen, bis zum Saisonende könnten es schon 180 sein. Mit einer hohen sechsstelligen Summe hatte der Verein das Training angeschoben. Inzwischen wird es von Sponsoren finanziert. In Offenbach gibt es die Basketball-AGs außerdem an der Goethe- und der Lauterbornschule. Die Leibnizschule hat schon Interesse angemeldet.

Die Schulen sind begeistert von der Kooperation. „Es ist ein großes Glück für uns, den Trainer gestellt zu bekommen“, sagt Fanni Mülot, Leiterin der Geschwister-Scholl-Schule. Zudem freut sie der pädagogische Ansatz. Die Skyliners setzen nicht auf Leistungs- sondern Breitensport. Die kindliche Bewegung steht im Vordergrund. „Anders als im Vereinssport kommen die Kinder zum Schulsport nicht freiwillig“, erklärt Eduard Schneider, „die Vereinstrainer müssen auch mit sportlich unbegabten Schülern zurechtkommen können. Das gelingt nicht immer.“ Etwa 20 bis 25 Vereine bieten rund 80 AGs an Offenbacher Schulen an.

Sport wirkt integrativ

Eine Studie erbrachte, dass „Basketball macht Schule“ die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund fördert. 63 Prozent der Teilnehmer geben an, dass sie durch die AG mit Kindern spielen, zu denen sie sonst keinen Kontakt haben. 40 Prozent möchten Basketball zusätzlich in einem Verein zu spielen.
Da auch 20 Prozent der Kinder sagen, kein Mittagessen zu bekommen, und 40 Prozent ohne Frühstück den Tag starten, möchten die Skyliners zusätzlich ein Ernährungsprogramm auflegen. Die Kinder in den AGs sollen lernen, dass etwa Energy-Drinks nichts bringen und eine Apfelsaftschorle das beste Sportlergetränk ist.

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