"Ein großartiger Standort“, schwärmte Frankfurts OB Petra Roth (CDU). „Wo sonst in Europa kann man schon noch am Flussufer wohnen?“ Gemeinsam mit ihrem Offenbacher Amtskollegen Horst Schneider (SPD) setzte sie am Montagmorgen für das Bauprojekt „Mainzeile Offenbach“ den ersten Spaten in den Boden der Hafeninsel.
Ein für die Stadt Offenbach historischer Moment. Seit zehn Jahren, erinnerte Daniela Matha von der federführenden Stadtwerketochter Mainviertel, arbeitet die Kommune daran, den in den 90ern nach rund hundert Jahren stillgelegten Ölhafen für ein attraktives urbanes Quartier für Wohnen, Arbeiten und Freizeit zu gestalten. Noch vor einem Jahr verzögerte ein Rechtsstreit um den Lärmschutz mit Frankfurter Osthafen-Betrieben den Start.
Historischer Moment
Beide OBs sehen in dem Baubeginn ein wichtiges Zeichen regionaler Zusammenarbeit, die sich Schneider im zweiten Schritt ebenso bei der gemeinschaftlichen Entwicklung des Kaiserleis vorstellen kann. Denn im Hafen, unmittelbar an der Nahtstelle der beiden Kernstädte der Metropolregion, entsteht nicht nur ein neues Stadtquartier. Auf dem größten am Wasser gelegenen Entwicklungsareal des Rhein-Main-Gebietes rücken die beiden Nachbarstädte auch enger zusammen. Roth: „Das ist Zukunft drin.“
Anschubhilfe kommt aus Frankfurt. Als erster Investor lässt die ABG Frankfurt Holding durch das Generalunternehmen Züblin für 50 Millionen Euro drei achtgeschossige Wohnbauten nach Passivhaus-Standard errichten. Bis Frühjahr 2013 sollen die 178 Zwei- bis Fünfzimmer-Mietwohnungen bezugsfertig sein. „Das kriegen wir hin“, sagt Andreas Vogel, Technischer Bereichsleiter des auch schon im Frankfurter Europaviertel im Passivhausbau aktiven Unternehmens. Dort wie in Offenbach würden die gleichen Qualitätsansprüche gelten, versichert Vogel. Der Mietpreis wird laut ABG-Chef Frank Junker, der für das Gebiet einen Namenswettbewerb vorschlug, um die zehn Euro pro Quadratmeter liegen. Das ist für Offenbacher Verhältnisse nicht wenig. Dafür fallen dank spezieller Dämmung und Lüftung kaum Heizkosten an.
Architekt Stefan Forster hat den Ursprungsentwurf noch ein wenig überarbeitet. Die Loggien auf der Südseite zum Hafenbecken und die großen zweigeschossigen Tordurchgänge zum Mainufer bleiben. Die Fassade hingegen wird jetzt durch verschiedene Putzstrukturen mehr gegliedert und die Nordseite der auch als Lärmschutz dienenden Riegelbebauung erhält zusätzlich kleine Balkon-Austritte.
Als Beitrag zum Klimaschutz soll es laut Junker nicht die vorgeschriebenen 178, sondern nur 144 Stellplätze geben – dafür aber eine Carsharing-Station mit sechs Fahrzeugen sowie 356 Fahrradstellplätze, teils mit Ladeanschluss für Elektroräder. Oder, wie Roth nicht ganz frei von humoriger Doppeldeutigkeit formulierte: „Wir setzen hier gemeinsam Nachhaltigkeit in den Sand“.
Schrittweise, so Matha, werden noch dieses Jahr weitere Grundstücke des ersten Bauabschnitts nahe der Carl-Ulrich-Brücke vermarktet. Und die ABG will ab Ende 2012 175 Eigentumswohnungen am Hafenbecken bauen.
Auch dies gewiss nicht uneigennützig. Offenbach mit seinen Brachen wird für Frankfurt immer mehr zur Baulandreserve. Das sei nichts Nachteiliges, sagte Roth im Gespräch mit der FR und attestierte der Stadt große Entwicklungsperspektiven. Offenbach habe viele Ressourcen und durchaus Charme, benötige aber mehr Urbanität, mehr höherwertige Wohnangebote, mehr Raum für Künstler, Kultur und Kreative. Für diese Entwicklung sei ein Masterplan das geeignete Instrument.
Auf dieser Seite lesen Sie Nachrichten aus der Stadt Offenbach. Alles aus Dietzenbach, Dreieich, Langen, Neu-Isenburg, Rodgau und Rödermark finden Sie auf unserer Seite über den Kreis Offenbach.

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Offenbach bangt um einen großen Arbeitgeber: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland.
Facebook | Twitter überregional | Google+
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||