Die Firma bekommt neue Maschinen – einzelne Mitarbeiter können die Bedienungs- und Sicherheitshinweise nicht lesen. Seitdem wird verstärkt mit Piktogrammen gearbeitet.
Dieses Beispiel fällt IHK-Geschäftsführer Friedrich Rixecker spontan ein auf die Frage, ob Analphabetismus in den Unternehmen ein Problem sei . „Wir vermuten, dass Analphabetismus Thema ist“, sagt Rixecker, der für die Aus- und Weiterbildung zuständig ist. Aber es sei bislang noch nicht zur Sprache gekommen.
Laut Leo-Studie der Universität Hamburg vom Februar 2011 sind mehr als 14 Prozent der erwerbsfähigen
Bevölkerung funktionale Analphabeten. Das sind 7,5 Millionen Menschen,
die nur Worte, aber keinen zusammenhängenden Satz lesen können.
In Offenbach wären das bis zu 13000 Personen.
Erwerbstätig sind laut Studie 57 Prozent der Betroffenen, 17 Prozent sind arbeitslos und zehn Prozent zu Hause. Deutsch-Muttersprachler sind 58 Prozent, 42 Prozent sprechen Deutsch als Zweitsprache. Einen Hauptschulabschluss haben 48 Prozent, 19 Prozent die Mittlere Reife. Fast ein Drittel ist über 50 Jahre, 60 Prozent sind Männer.
Dabei ist die Zahl der Berufstätigen, die nicht lesen und schreiben können, hoch. Nach einer Studie der Universität Hamburg sind in Deutschland mehr als 14 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung sogenannte funktionale Analphabeten. Auf Offenbach heruntergerechnet ergebe das 10000 bis 13000 Personen. Funktionale Analphabeten sprechen gut deutsch und sind meist deutschstämmig. Sie können einzelne Sätze lesen oder schreiben, aber keine Texte, auch keine kurzen.
Diese Menschen machen sich in der Öffentlichkeit nicht bemerkbar. Die Alphabetisierungskurse der Offenbacher Volkshochschule kommen seit Jahren nicht mehr zustande, weil die Teilnehmer fehlen. „Für die VHS ist das ein wichtiges Thema. Wir bieten immer Kurse an, auch wenn sich niemand anmeldet“, sagt VHS-Leiterin Gabriele Botte. Warum die Teilnehmer ausbleiben, kann sie nicht sagen. Vielleicht erleichtert der PC Analphabeten das Leben. Botte betrachtet das Phänomen mit Sorge: „Eine Demokratie lebt von Teilhabe und Beteiligung. Die hohe Zahl der Analphabeten belegt aber eine soziale Spaltung.“
Für jeden einzelnen bedeute dies Ausgrenzung, Scham, soziale Randständigkeit. Die meisten Analphabeten sind als Hilfs- und Reinigungskräfte, Verkäufer, Köche oder Transportarbeiter tätig. Sozialer Aufstieg Fehlanzeige: Analphabeten nehmen nicht an Fort- und Weiterbildungen teil.
Deshalb strebt Botte an, das Problem gemeinsam mit anderen Akteuren in der Stadt anzugehen. „Wir brauchen so etwas wie ein kommunales Bildungsbündnis, das sich auch dem Analphabetismus widmet.“ In Betrieben, Agenturen, Verbänden sollten Menschen aufmerksam werden und Betroffene sensibel auf Leselernkurse verweisen. Botte sieht gute Chancen. Das Bundesprojekt „Lernen vor Ort“ könnte beim Aufbau helfen. Die Mainarbeit hat bereits ihre Teilnahme angekündigt. „Alles, was uns voranbringt, ist gut. Wir sind interessiert an neuen Ansätzen“, sagt Mainarbeit-Chef Matthias Schulze-Böing. Auch Rixecker von der IHK ist aufgeschlossen. „Alphabetisierung dient auch der Fachkräftesicherung“, sagt er. Er hat Botte eingeladen, das Problem im November den Arbeitgebern vorzutragen.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||