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11. Dezember 2012

Tierheimbasar: Hund, Katze, Christbaum

 Von Oliver Heil
Viel Rummel im Tierheim. Foto: ROLF OESER

Weniger Tiere im Heim - aber auch weniger Menschen: Trotz Weihnachtsbaumverkauf kommen kaum Besucher auf den Tierheimbasar.

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Für Besucher ist das Tierheim mittwochs und freitags von 15 bis 17.30 Uhr und samstags von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.

Gassigeher braucht das Tierheim immer. Wer Lust hat, kann sich einfach bei den Mitarbeitern im Tierheim vorstellen.

Spenden gehen auf das Konto Nummer 44 571 bei der Sparkasse Offenbach (BLZ 505 500 20).

Der Weihnachtsbasar hat genug Geld eingebracht, um 15 Meter Zaun zu kaufen, knapp die Hälfte des ersten Zaun-Bauabschnitts.

Rocky findet das großartig. Er tobt durch den Zwinger, gleich neben dem Tierheim-Eingang auf dem Buchhügel. Immer wieder stürzt er sich auf sein Opfer, einen alten Tennisball, wirft ihn in den Schnee, gräbt ihn in den Schnee, endlich Schnee! Rocky ist ein Husky, zehn Monate alt, er kann stundenlang so toben.

„Die Hunde finden Schnee eigentlich allgemein toll“, erzählt Andreas Franke, der Vorsitzende des Tierschutzvereins, der das Tierheim betreibt. Die 20 Hunde, die derzeit im Offenbacher Tierheim ausharren, hätten den Winterspaziergang am Sonntagmorgen genossen.
Die Menschen sind nicht alle so begeistert wie Rocky. Schneebedeckte Straßen, feuchte Kälte. Der Weihnachtsbasar des Tierheims ist in diesem Jahr nicht so gut besucht wie sonst. Obwohl die selbst gemachten Gelees, Liköre, Plätzchen, und Früchtebrote der Tierschützer den besten Ruf genießen, und obwohl sie mit einem Weihnachtsbaumverkauf in diesem Jahr einen zusätzlichen Anreiz geschaffen haben.

Viele Kaninchen, keine Vögel

Rocky lebt nicht hier, im Tierheim, sondern bei Teenager-Frauchen Sinah Haupt. Sinah ist Mitglied der immerhin ein Dutzend Mitglieder starken Jugendgruppe des Tierschutzvereins. Sie ist heute gekommen, weil sie beim Weihnachtsbasar hilft, die Jugendgruppe backt saftige, goldbraune Waffeln. Aber jetzt sitzt Sinah in einem Rattan-Schaukelstuhl in einem der drei Katzenzimmer und streichelt Tiger, einen großen rot-weißen Schönling.

Katzen gibt es im Tierheim zurzeit noch weniger als Hunde. „Im Moment haben wir allgemein nicht so viele Tiere, Gott sei Dank“, berichtet Andreas Franke. Vögel und Reptilien haben sie gerade überhaupt keine. Nur die Kaninchengehege sind gut besetzt. Die Verschnaufpause könne der Verein, vor allem finanziell, gut gebrauchen, sagt Franke. Je weniger Tiere, desto weniger Tierarztkosten. Denn die hauen voll rein. Vor allem Hunde sind da teuer.

Relativ gut läuft es für das Tierheim auf der Einnahmenseite. Zumindest, sagt Franke, komme man zurecht. Trotzdem: Den dringend benötigten Zaun für die Hundeausläufe bauen sie in zwei Abschnitten. Spenden oder Hilfe von Handwerkern könne man immer gebrauchen.
Katzen, Kaninchen, Menschen, Meerschweinchen. Alle dürfen mitfeiern. Nur die Hunde nicht. Ihre Zwinger liegen auf der Rückseite des Tierheims und werden von den Gästen kaum angesteuert. Die meisten Hunde haben sich in den Innenbereich ihrer Behausungen verkrochen. Nur Urs, ein etwas älterer brauner Spitz-Mischling, der für einen Spitz eigentlich zu groß ist, schaut mal nach, bellt, beobachtet den Besucher aufmerksam. Vielleicht hat er gehofft, dass es seine neue Familie ist. Denn die gibt es schon. Urs darf bald umziehen. „Aber“, sagt Tierheimleiterin Gudrun Lincke, „nicht als Weihnachtsgeschenk!“

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