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19. Januar 2013

Umbau: Markthaus macht Pause

 Von Sigrid Aldehoff
Was lang währte, soll nun gut werden: Sanierung und Umbau des Markthauses beginnen.  Foto: Monika Müller

Gastwirt Münch schließt während des Umbaus im Februar. Danach soll es mehr Platz für Gäste geben.

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Der Besuch des Markthauses gehört für viele Kunden des Wochenmarktes ebenso dazu wie der Eierkauf und das Besorgen von Obst und Gemüse. Im Februar werden sie aber auf die liebgewonnene Gewohnheit verzichten müssen: Es wird ernst mit der Sanierung des Baudenkmals, Gastwirt Eric Münch schließt wegen des anstehenden Umbaus am Sonntag, 3. Februar, das Lokal für voraussichtlich vier Wochen.

Wenn die Arbeiten beendet sind, soll nicht nur der Keller trocken sein. Auch die Toilettenanlage wird erneuert, aber verkleinert. Dafür erhält das Lokal mehr Platz, ein Wunsch, den Münch schon lange geäußert hatte.

Fünf zähe Jahre hat es gedauert, bis das Stadtparlament im März vergangenen Jahres den Projektbeschluss für Sanierung und Umbau gefasst hat und die Bauarbeiter Ende vorigen Jahres anrückten. 2007 hatte Münch als Mieter des Objektes die Stadt Offenbach als Besitzerin auf die Feuchtigkeit im Keller aufmerksam gemacht. „Das hat ja auch gesundheitliche Aspekte“, sagt Münch, „ich arbeite in meinem Büro im Keller und habe Schimmel an der Wand.“

Zwischenzeitlich hatte er sogar vorgeschlagen, gemeinsam mit seinem Bruder, der damals noch Teilhaber des Restaurants war, in Eigenregie zu sanieren, aber auch dies wurde in Gesprächen mit der Stadt wieder verworfen.

Auch mehr Kontinuität beim Personal

„Wir hatten ursprünglich eine andere Sanierungstechnik für das Markthaus geplant“, sagt Werner Hinkelbein, Leiter des städtischen Liegenschaftsamtes zu der langen Wartezeit. Nun sei das Fundament bereits freigelegt worden. Beim freien Blick auf das Mauerwerk habe es aber bereits „neue Erkenntnisse“ gegeben. Das alte Gebäude sei nämlich ursprünglich mit Teer abgedichtet worden. „Der muss jetzt entfernt und ordnungsgemäß entsorgt werden.“

Trotzdem lägen die Bauarbeiten noch immer im ursprünglich veranschlagten Kostenrahmen von insgesamt 410.000 Euro. Darin enthalten sind nicht nur Sanierung und Trockenlegung, sondern auch der Umbau der Toiletten. Auch diese waren nach der letzten Sanierung vor 28 Jahren undicht, von hier kam ebenfalls Feuchtigkeit bis in den Keller hinunter.

„Mit den Arbeiten jetzt schlagen wir drei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Hinkelbein. Denn die Toiletten für Markthausgäste und die Beschicker des Marktes werden zusammengelegt und der gesamte Bereich zugunsten der Erweiterung des Gastraumes reduziert.

Eric Münch hatte von Anfang an den Wunsch, dass bei der Sanierung auch sein Lokal mehr Platz erhält. „Im Winter, wenn wir die Terrasse nicht nutzen können, wird es hier richtig schwierig“, sagt er. 45 bis 50 Gäste können bisher im Innenraum essen und trinken, künftig soll ein zusätzlicher Raum in Richtung der Bieberer Straße weitere 20 Plätze bieten.

„Die Erweiterung bringt dann auch mehr Kontinuität beim Personal“, sagt der Gastwirt. Für den Betrieb auf der 80 Plätze bietenden Terrasse habe er bisher im Sommer Saisonkräfte eingestellt, die er im Winter wieder habe entlassen müssen.

www.markthaus.eu

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