Ist das Offenbacher Klinikum trotz der finanziell katastrophalen Schieflage noch zu retten? Geschäftsführerin Franziska Mecke-Bilz glaubt: Ja! Allerdings sind die Einschnitte groß, auf die sich das Personal einstellen muss. 300 Vollzeitstellen sollten abgebaut werden, denn das Klinikum sei unproduktiver als andere Krankenhäuser. Das hat ihre Fehleranalyse ergeben. Auch Gehaltskürzungen sind nicht ausgeschlossen.
An allen Ecken und Enden klemmt es nach Meinung der Saniererin, die vom Gesundheitsnetzwerk Vivantes in Berlin kommt. Beispiel Operationssäle: Sie sind mangelhaft ausgelastet, weil die Organisation nicht stimmt und Absprachen nicht eingehalten werden. Beispiel Materialeinkauf: Zu oft wird zu früh ein Gerät ersetzt. Beispiel Verwaltung: „Die Besetzung steht nicht im Einklang mit der Leistung“, sagt Mecke-Bilz. „Viel Personal heißt nicht, dass effektiv gearbeitet wird.“ Auch wenn Stellen abgebaut werden, sei die Versorgung der Patienten gesichert. „Beim Personal ist noch einiges an Luft drin.“ Sie betont, dass nicht jede Abteilung defizitär arbeite.
Nach den jetzt vorliegenden Zahlen sieht die Geschäftsführerin für dieses Jahr ein Defizit in Höhe von 42 Millionen Euro voraus. Die Erlöse hätten sich seit 2008 nicht wesentlich verändert, die Kosten seien im selben Zeitraum kräftig gestiegen. Neubau und Umzug seien dafür nicht alleine verantwortlich. Dennoch glaubt sie an die Möglichkeit, dass das Krankenhaus in drei Jahren eine schwarze Null im operativen Bereich schreiben kann.
Dafür ist nach Ansicht der Diplom-Kauffrau nicht nur eine Leistungssteigerung notwendig. Weitere Beispiele aus ihrer Fehleranalyse: zu teure Reinigung, zu hoher Wäsche- und Materialverbrauch. Was zur medizinischen Versorgung notwendig sei, werde auch weiterhin angeschafft. Kein Patient müsse Angst haben, dass es an Pflastern fehle oder eine Spritze zweimal verwendet werde. Die Chefärzte tragen laut dem Ärztlichen Direktor Norbert Rilinger die harten Einschnitte mit. Er unterstützt die Forderung von Mecke-Bilz nach einem effizienten Controlling: „Wir müssen jederzeit wissen, wo wir stehen.“
Altbau bleibt stehen
Die Fallzahlen und die Auslastung müssten steigen, der CMI (Case-Mix-Index) müsse sich verbessern. Das bedeute, dass mehr Patienten mit schweren Krankheiten behandelt werden sollten, weil das mehr Geld einbringe. Einen Investitionsstopp hatte Mecke-Bilz gleich zu Beginn ihrer bisher zweimonatigen Amtszeit erlassen. Jetzt teilt sie mit, dass auch der Altbau vorläufig stehen bleibe. Die acht Millionen Euro für den Abriss hat das Klinikum nicht.
Die Zeit ist knapp. „In rund sechs Monaten muss klar sein, wie es weitergeht“, sagt Klinikdezernent Michael Beseler (SPD). Mecke-Bilz müsse mit klaren Zahlen belegen, dass die Sanierung gelingen könne. Für die alten Schulden in Höhe von 220 bis 250 Millionen Euro müsse zudem eine Lösung gefunden werden. Da seien das Land und die Kommunalaufsicht gefragt. Mecke-Bilz hält zudem die Umwandlung in eine Besitz- und eine Betriebsgesellschaft für unabdingbar.
Im Klinikum arbeiten derzeit 2300 Menschen auf 1680 Stellen, von denen 300 wegfallen sollen, bis zu 70 Stellen schon bis Ende des Jahres. Die Geschäftsführung will Mitarbeitern Prämien anbieten, damit sie gehen. Betriebsbedingte Kündigungen schließt sie aus. Ein Sanierungstarifvertrag sei denkbar, doch ein zweischneidiges Schwert, weil damit auch die dringend notwendigen Fachkräfte für OP und Intensivstationen abgeschreckt würden.
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| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SV Sandhausen | 57:42 | 66 | ||
| 2 | VfR Aalen | 50:42 | 64 | ||
| 3 | Jahn Regensburg | 55:41 | 61 | ||
| 4 | 1. FC Heidenheim | 48:36 | 60 | ||
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 54:41 | 59 | ||
| 6 | Burghausen | 55:47 | 57 | ||
| 7 | VfL Osnabrück | 46:35 | 55 | ||
| 8 | Kickers Offenbach | 49:41 | 55 | ||
| 9 | Chemnitzer FC | 47:43 | 55 | ||
| 10 | 1. FC Saarbrücken | 61:51 | 54 | ||
| 11 | VfB Stuttgart II | 44:47 | 50 | ||
| 12 | Preußen Münster | 40:44 | 50 | ||
| 13 | Arminia Bielefeld | 51:57 | 50 | ||
| 14 | Darmstadt 98 | 51:47 | 49 | ||
| 15 | Unterhaching | 63:59 | 44 | ||
| 16 | Wiesbaden | 40:48 | 44 | ||
| 17 | SV Babelsberg | 44:59 | 44 | ||
| 18 | Carl Zeiss Jena | 39:59 | 39 | ||
| 19 | Oberhausen | 33:47 | 38 | ||
| 20 | Werder Bremen II | 29:70 | 22 | ||