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Offenbach
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22. Januar 2013

Winter-Einbruch Offenbach: Ärger über Räumdienst

 Von Martin Brust
Brauchen keinen Parkplatz, beschweren sich nicht über mangelnden Räumdienst: Passantinnen im August-Bebel-Ring. Foto: Andreas Arnold

Der Parkplatz am Mainufer ist voller Schnee, Autos kommen nur langsam voran. Zum großen Ärger der Fahrer. Doch der städtische Dienstleister ESO streut und räumt nach Priorität.

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Die Abfahrt zum Parkplatz am Mainufer ist mit Schnee vielleicht weniger schlimmer als ohne. Jedenfalls dann, wenn wie von Sonntag auf Montag zehn Zentimeter und mehr vom Himmel fallen – das reicht dann nämlich aus, um die tiefen Löcher in den Rampen zu stopfen.

Am gestrigen Montag kamen die Autos also ohne Achsbruch, aber dafür häufig nur im Schritttempo von der Mainstraße auf den Parkplatz. Denn der Schnee hatte nicht nur die Löcher gestopft, sondern auf einer geschlossenen Schneedecke ist es auch glatter als auf trockenem Asphalt. Folglich gibt es jetzt Beschwerden, dass der Parkplatz nicht geräumt wird. Und tatsächlich: Nicht nur auf den Rampen, auf der gesamten großen Fläche liegt eine geschlossene Schneedecke, die sich bis Mittag in eine geschlossene und durchaus tiefe Schneematschfläche verwandelt hat. Wer aussteigt, dem läuft die geschmolzene, braune Schnee-Wasser-Suppe in die Schuhe.

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Wichtige Straßen zuerst geräumt

Rund 150 Mitarbeiter der städtischen Dienstleistungsgesellschaft ESO sind zuständig für den Winterdienst auf den Straßen und Plätzen im Stadtgebiet. Ein erheblicher Teil von ihnen hatte keinen Spaß am Sonntagabendkrimi, denn die erste Schicht ist am Sonntag um 20 Uhr ausgerückt, sagt ESO-Sprecher Oliver Gaksch. Und zwar, das gibt er zu, nicht zum Parkplatz am Mainufer: „Wir räumen und streuen nach Verkehrswichtigkeit. Zuerst also die Hauptstraßen, dann Buslinien und die Zufahrten zu wichtigen Gebäuden wie Krankenhäusern oder Schulen, dann sind Nebenstraßen und Parkplätze dran.“ Bei den Parkplätzen hätten die im Innenstadtbereich eine höhere Priorität als solche am Rand. Im Straßennetz werden die großen Zufahrtstraßen wie Sprendlinger Landstraße, Bieberer, Mühlheimer oder Berliner Straße sowie Waldstraße und die beiden Ringe bevorzugt. Innerhalb der Stadt ist die ESO auch dann zuständig, wenn die Straße etwa als Bundesstraße ausgewiesen ist.

Wenn es also nicht für alle Flächen reicht, dann liegt das einfach daran, dass der Winterdienst in Situationen wie Sonntagabend und in der Nacht zu Montag „ein großer Kraftakt ist“, wie Gaksch sagt. Denn diejenigen Winterräumer der ESO, die um 20 Uhr den Polizeiruf verpasst haben, werden in der Nacht um zwei Uhr abgelöst von der Schicht, die die Straßen rechtzeitig zum Berufsverkehr räumt. Das gesamte Offenbacher Straßennetz ist rund 220 Kilometer lang, davon dürften rund 50 Kilometer zu der Kategorie Hauptverkehrsstraßen zählen.

Zum Winterdienst treten bei der ESO Beschäftigte aus allen Bereichen an, soweit sie abkömmlich sind. Dazu zählen etwa die Mitarbeiter der Bereiche Grünanlagen, Straßenbau oder Entwässerung. Immerhin müssen sie nicht mit allzu vielen Gefällstrecken kämpfen, und auch die Fahrzeuge und das Material haben bislang mitgespielt. 225 Tonnen Salz hatte die ESO schon im November 2012 in zwei eigenen Silos eingelagert, zusätzlich hat sie 1000 Tonnen Vorrat in einem Salzlager, das sie gemeinsam mit sieben weiteren Kommunen in Wiesbaden betreibt.

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