Offenbach
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18. Januar 2013

Wirtschaftsjunioren Offenbach: Der Präsident

 Von Jörg Echtler
Sven Franzen studiert nebenbei auch Jura.  Foto: Monika Müller

Sven Franzen ist mit 23 Jahren jüngster Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren. Schon als Kind will er unabhängig sein und baut sich früh sein eigenes Unternehmen auf.

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Er ist der jüngste Präsident, den die Offenbacher Wirtschaftsjunioren bisher hatten. Die Superlative kennt Sven Franzen aber schon. Denn der 23-Jährige aus Dreieich hat trotz seiner Jugend bereits fast acht Jahre Erfahrung als Unternehmer. 2005 macht er die Agentur Tiger Design auf – da ist er 16 und der jüngste Firmengründer in Deutschland. Möglich wird der frühe Start-up nach einem Antrag beim Vormundschaftsgericht „auf partielle Vollgeschäftsfähigkeit“ und mit 1500 Euro Startkapital vom Vater.

„Schon mit elf wollte ich unabhängig sein“, sagt Franzen. Den Schüler-Job als Zeitungsausträger hängt er an den Nagel, beginnt, Websites für andere zu gestalten – gegen Geld. „Ich merkte aber schnell, die Leute wollen mehr.“ Der Jungunternehmer bildet sich weiter und sucht Mitstreiter, die das nötige Know-how besitzen. Er führt Verhandlungen über Lieferverträge und Rabatte und lernt, indem er eigene Erfahrungen macht.

Bündel von Dienstleistungen

Heute bietet Franzens Firma, die sich als „Markenagentur“ bezeichnet, ein ganzes Bündel von Dienstleistungen an. Von der Werbekampagne über die Betreuung des kompletten Marketings bis zu Mitarbeiter-Coaching und strategischer Beratung. Rund 200 Adressen stehen in der Kundenkartei. Darunter sind bekannte Namen wie Accor Hotels, BMW, Camel oder Tom Tailor, der Kreis Offenbach, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe aus der Region. Solchen kleineren Firmen und Existenzgründern widmen sich Franzen und seine Leute in letzter Zeit verstärkt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die sogenannte Turnaround-Beratung, bei der es darum geht, ein stagnierendes oder in Schwierigkeiten geratenes Unternehmen neu auszurichten.

Acht Mitarbeiter beschäftigt Franzen aktuell. Unter ihnen sind erfahrene Fachkräfte, aber auch Studenten der Hochschule für Gestaltung (HfG). „In Sachen Kreativität und Design sind die spitze“, sagt Franzen. Die beiden Bürostandorte in Dreieich – der Heimatstadt des Chefs – und Frankfurt wurden inzwischen aufgegeben. Die Mitarbeiter arbeiten nun direkt beim Kunden oder im Home-Office.

Kontakt nach Brasilien

Als Präsident der Wirtschaftsjunioren will Franzen den „Spaß am Ehrenamt“, den er selbst seit fünf Jahren dort hat, an andere weitergeben. Er plant einen deutsch-brasilianischen Wirtschaftsabend mit Referenten aus beiden Ländern. Franzen spricht fließend portugiesisch, lebte selbst ein Jahr in Brasilien und hat auch geschäftliche Kontakte im Land am Amazonas. „Wir wollen das Temperament und die Kultur vermitteln und die Möglichkeiten für deutsche Unternehmen aufzeigen.“ Neben der Präsidentschaft bringt das Jahr noch ein weiteres wichtiges Ereignis: Im Dezember steht das juristische Staatsexamen an. Ganz nebenbei hat Franzen nämlich auch noch studiert. Wie es danach weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Die eigene Firma wird aber wohl auch weiterhin eine Hauptrolle spielen.

Informationen im Internet unter www.wj-offenbach.de

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