Die Hilfe für die Opfer der Flutkatstrophe in Pakistan wird auf nahezu alle dortigen Landesteile ausgeweitet. „Das Ausmaß dieser Flutkatastrophe ist unermesslich“, sagte Manuela Roßbach, Geschäftsführerin der Aktion Deutschland Hilft, am Dienstag in Berlin.
Insgesamt gehen die Hilfsorganisationen nach pakistanischen Regierungsangaben von 20 Millionen Flutopfern aus. „Wir rechnen gegenwärtig mit 200.000 bis 300.000 Flutopfern, welche die Hilfe noch nicht erreicht hat“, sagte Thomas Schwarz, Sprecher von Care Deutschland-Luxemburg, einer Mitgliedsorganisation des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft.
Das Bündnis von zehn deutschen Hilfsorganisationen versorgt nach eigenen Angaben im Katastrophengebiet jeden Tag 250.000 Menschen mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser. Zusätzlich hätten 4000 Menschen Notunterkünfte erhalten. Es würden 8000 Flutopfer täglich in mobilen Kliniken behandelt. Bisher haben die deutschen Hilfsorganisationen, die ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet haben, 16 Millionen Euro an privaten Spendengeldern erhalten. Die offizielle Zahl der Todesopfer in den Flutgebieten wird von den Vereinten Nationen mit 1497 angegeben.
Die Deutschen haben nach Angaben des größten Hilfsbündnisses bisher rund 16 Millionen Euro für die Flutopfer in Pakistan gespendet. Nach anfänglichem Zögern fließen die Spenden mittlerweile ganz gut, wie das Bündnis Aktion Deutschland Hilft am Dienstag in Berlin mitteilte. Von dem Geld seien bislang etwa 250.000 Menschen mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Decken, Planen und Hygieneartikeln versorgt worden, tausende Flutopfer erhielten Zelte. Von der Flut sind nach Einschätzung der Helfer rund 20 Millionen Menschen betroffen. Am wichtigsten seien zurzeit Nahrungsmittel und frisches Wasser. Spenden seien weiterhin dringend nötig. (ddp/dpa)
Dazu zählen die fünf Hilfsorganisationen Brot für die Welt, Medico International, Misereor, Terre des Hommes und die Welthungerhilfe. Das Bündnis hat bereits erste Nothelfer nach Pakistan geschickt. Die Welthungerhilfe kauft mit den Spendengeldern etwa vor Ort Lebensmittel ein und verteilt sie an Bedürftige. Misereor versorgt zahlreiche Flüchtlinge. Medico International unterstützt die pakistanische Organisation Health and Nutrition Development Society (Hands), eine der größten zivilgesellschaftlichen Organisationen in Pakistan mit mehr als 1000 Mitarbeitern und etwa 100000 freiwillige Helfer. www.entwicklung-hilft.de Konto: 5151; Bank für Sozialwirtschaft, Bankleitzahl: 37020500; Stichwort: Pakistan
Die Hilfsorganisation versorgt die Flutopfer mit sauberem Trinkwasser und hilft mit Booten bei der Rettung der Menschen. In den kommenden Wochen will Oxfam zudem Latrinen errichten, Hygiene-Pakete verteilen und erste Projekte starten, bei denen Helfer mit Geld bezahlt werden. Zurzeit sind etwa 100 Oxfam-Mitarbeiter vor Ort.
Konto: 131313; Bank für Sozialwirtschaft, Bankleitzahl: 37020500; Stichwort: Fluthilfe Pakistan
Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières Deutschland) hat sich unter anderem auf den Weg nach Khabula gemacht. In der Nähe der Stadt waren mehr als tausend Menschen auf einem schmalen Streifen Land von den Wassermassen eingeschlossen. Die Helfer schütteten Sand auf. Jetzt verteilen sie Hygieneartikel und verarzten die Opfer in einer mobilen Klinik. Neben der
medizinischen Hilfe versorgt die Organisation auch Familien mit Trinkwasser und Lebensmitteln.
Konto: 97097; Bank für Sozialwirtschaft, Bankleitzahl: 37020500; Stichwort: Pakistan und andere
Die Kindernothilfe versorgt derzeit etwa 20000 Flutopfer mit Trinkwasser, Zelten, Lebensmitteln und Hygieneartikeln. In den kommenden Tagen soll etwa 70000 Menschen geholfen werden. Besonders Kinder seien nach der Flut gefährdet, wenn sie in verseuchtem Wasser spielen oder es gar trinken. Das christliche Kinderhilfswerk arbeitet meist mit Partnern vor Ort.
Konto: 454540; KD Bank, Bankleitzahl: 35060190; Stichwort: Pakistan
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