Die Nachricht von Michael Jacksons Tod verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Internet und legte selbst die Server der großen Online-Anbieter wie AOL und Google lahm. Der Onlinedienst tmz.com hatte zuerst gemeldet, dass der "King of Pop" einen Herzinfarkt nicht überlebt hatte. Der zum Online-Anbieter AOL gehörende Dienst musste kurz darauf vor dem großen Interesse der Internet-Gemeinde kapitulieren. Die tmz-Server brachen zeitweise zusammen.
Aber nicht nur AOL hatte Schwierigkeiten, den Ansturm zu bewältigen. 30 der wichtigsten Internet-Nachrichtenseiten in den USA waren zeitweise nicht zu erreichen oder reagierten deutlich langsamer, meldete das Unternehmen Keynote Systems, das die Leistungsfähigkeit von Webangeboten überprüft. Betroffen waren besonders Portale der lokalen Zeitung aus Los Angeles sowie die TV-Sender ABC News und CBS. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter ächzte: In einer Stunde trafen mehr als 100 000 Kurztexte zu Jackson ein und brachten den Dienst an den Rand des Absturzes.
Selbst der Suchmaschinen-Riese Google wurde von dem "Erdbeben" erschüttert, das die Todesmeldung ausgelöst hatte. Da in kürzester Zeit Millionen von Nutzern bei Google News nach "Michael Jackson" suchten, gingen die Suchprogramme von Google von maschinengesteuerten Attacken aus. Die Web-Anwender bekamen deshalb zeitweise nur eine Fehlermeldung zu sehen.
Im Online-Lexikon Wikipedia tobte nach der Meldung ein Streit unter den Autoren, die den Eintrag von Michael Jackson bearbeiteten. Kurz nachdem tmz.com ohne nähere Quellenangabe den Tod gemeldet hatte, wurde auch der Wikipedia-Eintrag geändert. Andere Autoren machten diese Eingabe rückgängig, da keine verlässlichen Quellen vorlagen. dpa
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