Der französische Stummfilm „The Artist“ ist der große Favorit für die diesjährige Oscarverleihung in Los Angeles. Der Film von Michel Hazanavicius bekam am Dienstag in Los Angeles die Nominierungen für zehn Oscars, davon fünf in den wichtigen Hauptkategorien.
Darunter ist auch der Hauptpreis für den besten Film, den allerdings auch acht andere Produktionen gewinnen können. Hazanavicius kann die Trophäe als Regisseur und als Drehbuchautor gewinnen, Jean Dujardin als bester Hauptdarsteller und Ludovic Bource für die Musik.
Der deutsche Schauspieler Emil Jannings erhielt 1929 als erster einen Oscar- für seine Rollen in den Stummfilmen „Der Weg allen Fleisches“ (Regie: Victor Fleming) und „Sein letzter Befehl“ (Regie: Josef von Sternberg).
2809 Oscars wurden mittlerweile überreicht.
Ihren Namen verdankt die Figur angeblich der Bibliothekarin und späteren Akademie-Direktorin Margaret Herrick. Die Statue sehe ihrem Onkel Oscar ähnlich, meinte sie. 1939 ließ die Akademie den Spitznamen Oscar zu. Offizielle Bezeichnung: „Academy Award of Merit“.
Zweiter - sogar noch größerer - Abräumer bei den Nominierungen ist Martin Scorsese: Sein 3D-animierter Film "Hugo" ist gleich elfmal nominiert, unter anderem für den Besten Film.
George Clooneys Tragikomödie vorne dabei
Weitere Favoriten sind das leise Rassendrama „The Help“ und George Clooneys Tragikomödie „The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten“. Sie haben die Chance auf vier Statuetten, ebenso wie Woody Allens „Midnight in Paris“ oder „Die Kunst zu gewinnen - Moneyball“ mit Brad Pitt.
„Albert Nobbs“, in dem sich Glenn Close als Mann verkleidet, um eine Anstellung zu bekommen, ist für drei Oscars nominiert. Neben Wim Wenders, der mit seinem Dokumentarfilm "Pina" in die engere Auswahl der Jury gekommen ist, kann sich auch der Hamburger Nachwuchsregisseur Max Zähle Hoffnungen auf einen Oscar machen: Er ist mit seinem Kurzspielfilm „Raju” in der Kategorie „Live-Action-Kurzfilm” nominiert worden.
George Clooney („The Descendants“)
Jean Dujardin („The Artist“)
Gary Oldman („Dame, König, As, Spion“)
Brad Pitt („Tree Of Life“)
Demián Bichir („A Better Life")
Glenn Close ("Albert Nobbs")
Meryl Streep („Eiserne Lady“)
Rooney Mara („Verblendung“)
Michelle Williams („A Week With Marilyn“)
Viola Davis („The Help“)
Bérénice Bejo („The Artist“)
Jessica Chastain ("The Help")
Melissa McCarthy („Bridesmaids“)
Janet McTeer ("Albert Nobbs")
Octavia Spencer („The Help“)
„The Artist“
„Verblendung“
„The Tree Of Life“
„The Descendants“
„Hugo“
„War Horse“
„Extremely Loud And Incredibly Close“
„Midnight in Paris“
„The Help“
„Moneyball“
Als beste Animationsfilme sind nominiert: "Kung Fu Panda 2", „Der gestiefelte Kater", „Rango", „A Cat in Paris", „Chico & Rita"
„Bullhead" aus Belgien
„Footnote" aus Israel
„In Darkness" aus Polen
„Monsieur Lazhar" aus Canada
„A Separation" aus dem Iran
Für seinen 3D-Film "Pina" ist der deutsche Wim Wenders in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert (mehr dazu hier).
Michel Hazanavicius („The Artist“)
Alexander Payne („The Descendants")
Martin Scorsese („Hugo“)
Woody Allen („Midnight in Paris")'
Terrence Malick („The Tree of Life")
John Williams ist gleich zwei mal nominiert („The Adventures of Tintin" und „War Horse")
Ludovic Bource („The Artist")
Howard Shore („Hugo")
Alberto Iglesias („Tinker Tailor Soldier Spy").
„Hugo"
„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2"
"Planet der Affen: Prevolution"
„Real Steel"
„Transformers: Dark of the Moon"
Nick Nolte (Warrior")
Kenneth Branagh („My Week with Marilyn")
Jonah Hill („Moneyball")
Christopher Plummer („Beginners" )
Max von Sydow („Extremely Loud & Incredibly Close")
Verleihung im Februar
Der Oscar für den besten Film des Jahres 2011 wird am 26. Februar im Kodak Theatre in Los Angeles verliehen. Vor einem Jahr war „The King's Speech“ der große Favorit. Von zwölf Nominierungen gewann er vier Oscars, unter anderem die besonders wichtigen als bester Film, beste Regie (Tom Hooper) und bester Hauptdarsteller (Colin Firth). (dpa)
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