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Apple-Chef Steve Jobs: Klinik bestätigt Leber-Transplantation

Steve Jobs sei der am schwersten kranke Patient auf der Warteliste gewesen, erklärt das Krankenhaus in Memphis. Nach der Tranplantation habe der Apple-Chef jetzt eine "exzellente" Gesundheitsprognose.

Apple-Chef Steve Jobs hat sich einer Leber-Transplantation unterzogen (Archivbild).
Apple-Chef Steve Jobs hat sich einer Leber-Transplantation unterzogen (Archivbild).
Foto: dpa

New York. Apple-Chef Steve Jobs hat sich tatsächlich einer Leber-Transplantation unterzogen. Die Klinik im US-Bundesstaat Tennessee bestätigte dies in der Nacht zum Mittwoch. Jobs erhole sich gut und habe eine "exzellente" Gesundheitsprognose, teilte das Methodist University Hospital in Memphis mit Erlaubnis des Apple-Chefs mit. Den Zeitpunkt der Operation nannte die Klinik nicht.

Am Wochenende hatte zunächst das "Wall Street Journal" von einer Leber-Transplantation bei dem 54-jährigen Jobs vor etwa zwei Monaten berichtet. Der Apple-Chef soll am Montag laut Medienberichten in der Firmenzentrale gesehen worden sein. Es war unklar, ob er damit nach fast einem halben Jahr krankheitsbedingter Auszeit ins Tagesgeschäft zurückgekehrt ist.

Jobs gab immerhin erstmals seit Monaten wieder in einer Pressemitteilung einen Kommentar zu den Verkaufszahlen des neuen Handy-Modells iPhone 3GS ab. Von Apple hieß es stets immer nur, man erwarte den Konzernchef Ende des Monats wieder zurück.

Jobs sei nicht bevorzugt behandelt worden, sondern sei zu dem Zeitpunkt, als eine Spenderleber verfügbar wurde, der am schwersten kranke Patient auf der Warteliste gewesen, betonte das Krankenhaus. Das "Wall Street Journal" hatte darauf hingewiesen, dass Tennessee kürzere Wartezeiten auf eine Spenderleber habe als andere Regionen.

Warum genau Steve Jobs eine neue Leber bekam, bleibt weiterhin unklar. Er selbst hatte Anfang Januar von einer Hormon-Störung gesprochen, durch die sein Körper keine Proteine verarbeiten könne.

Die Gesundheit des Apple-Chefs steht seit Monaten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, weil er als Schlüsselfigur für die Erfolge des iPhone- und Mac-Herstellers gilt. Deshalb befürchteten Investoren Rückschläge für Apple, wenn Jobs ausscheiden sollte. Allerdings haben die vergangenen Monate, in denen das Geschäft auch ohne den charismatischen Firmenchef auf Hochtouren lief, diese Sorgen gedämpft. (dpa)

Datum:  24 | 6 | 2009
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