Mexiko-Stadt. Nach fünf Minuten war alles vorbei. Ohne einen Schuss abzufeuern befreite ein Kommando in der Nacht zu Sonnabend 53 Häftlinge aus einem Gefängnis in der zentralmexikanischen Stadt Zacatecas.
Wie die Gouverneurin des gleichnamigen Bundesstaates, Amalia García, mitteilte, fuhren kurz vor fünf Uhr morgens 10 Pick-Up-Trucks mit insgesamt 20 Männern in das Gefängnis Cieneguillas. Die Männer trugen Uniformen der staatlichen Ermittlungsbehörde AFI und behaupteten, Insassen in eine andere Haftsanstalt verlegen zu müssen. Dann überwältigten sie die Gefängsniswärter und nahmen 53 Häftlinge mit, die Mitglieder der gefürchteten Zeta-Bande sind.
Die Zetas sind der bewaffnete Arm des Golf-Kartells, der sich aus ehemaligen Soldaten zusammensetzt. Sie gelten als äußerst brutal. In Mexiko kämpfen vier Drogenmafias gegen den Staat und gegeneinander um die lokalen Märkte und die lukrativen Transitrouten in die USA. Dabei starben vergangenes Jahr über 6000 Menschen.
Die 40 Gefängniswärter und der Direktor der Haftanstalt wurden vorläufig festgenommen, eine Großfahndung läuft. keh
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