Eine spektakuläre Baby-Entführung hat am Mittwochabend in Frankreich ein glückliches Ende gefunden. Die Polizei konnte die mutmaßliche Täterin nach knapp 24 Stunden bei Nancy festnehmen und das erst drei Tage alte Kind zu seiner Mutter zurückbringen. Es sei unverletzt, berichtete der französische Nachrichtensender BFM TV unter Berufung auf Polizeikreise.
Der kleine Lucas war am Dienstagabend aus einem Krankenhauses in Lothringen gekidnappt worden, während seine 24 Jahre alte Mutter neben ihm schlief. Die Entführerin hatte sich bei der Bettnachbarin als Pflegerin ausgegeben und das Kind dann in einer Tragetasche aus der Entbindungsstation geschmuggelt. Sie wurde allerdings von Überwachungskameras gefilmt.
Nach Informationen des Senders BFM TV alarmierte der Vater der Kidnapperin die Polizei. Sie soll erst 17 Jahre alt sein und in ihrem Umfeld seit einer Zeit vorgegeben haben, schwanger zu sein. Die französischen Ermittler hatten wegen der Tat einen landesweiten „Entführungsalarm“ ausgelöst und die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem Kind gebeten.
Entführungen von Säuglingen und Kleinkindern aus Kliniken kommen auch in Deutschland immer wieder vor - meist enden sie glimpflich. Die Täter sind oft Frauen mit psychischen Problemen. Ihr häufigstes Motiv ist ein unerfüllter Kinderwunsch. (dpa)
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