Die Filiale hat seit Montag wieder geöffnet. An den Schaltern ging es ruhig zu – auch, weil die Mieter der aufgebrochenen Schließfächer nicht unter den Kunden waren. „Wir haben außerhalb eine Anlaufstelle eingerichtet, wo wir die geschädigten Kunden beraten“, sagte Nancy Mönch, Sprecherin der Bank. Ihnen stünden auch Vertreter der Versicherung beratend zur Seite. Die Fächer sind nicht automatisch über die Bank versichert. Die separate Schließfachversicherung ist Sache der Kunden. Einige könnten auf dem Schaden sitzen bleiben.
Ein Bild der Verwüstung: Der Schließfachraum der Volksbank in Steglitz nach dem Einbruch.
Foto: Berliner VolksbankDen Tresorraum hatte einer der Einbrecher offenbar in aller Ruhe ausgekundschaftet. Nach Informationen der Berliner Zeitung hatte ein Täter ein Schließfach angemietet. Die Polizei fand jetzt ein entsprechendes Fach, das leer war. Wie sich herausstellte, war der Ausweis, den der Inhaber des Schließfachs in der Bank vorlegte, gefälscht. „Es deutet alles darauf hin, das ein Schließfach von einem der Täter mit falschen Personalien angemietet wurde“, bestätigte ein Polizeisprecher am Montag. Nähere Angaben machte er nicht.
Bei dem Schließfachinhaber handelt es sich nicht um jenen Mann, der mit einem gefälschten holländischen Pass im Februar 2012 eine Garage anmietete, von der aus der Tunnel zur Bank gegraben wurde. Die Polizei erwägt, nach diesem Mann jetzt auch öffentlich zu fahnden, indem sie dessen Passfoto veröffentlicht. Die Ermittler konzentrieren ihre Ermittlungen inzwischen auf den osteuropäischen Raum. Sie schließen nicht aus, dass die Täter aus Polen oder Russland stammen.
Diese Steglitzer Filiale der Volksbank wurde am vergangenen Wochenende auf spektakuläre Weise überfallen.
Foto: dpaGerüchte, wonach die Täter es auf ein bestimmtes Schließfach abgesehen haben, bestätigte die Polizei auch am Montag nicht. Die Täter hatten neben für sie wertlosen Papieren auch Goldmünzen und dicke Geldbündel zurückgelassen. Deshalb geht die Polizei davon aus, dass die Täter aus einem unbekannten Grund überstürzt flüchten mussten – möglicherweise, weil sich das von ihnen vorbereitete Feuer zu früh entzündete.
Bislang gingen 150 Hinweise bei der Polizei ein. Ein Polizeisprecher: „Es sind auch gute Hinweise dabei, die über das übliche hinaus gehen.“
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